Unbenannte ´mikrobakteriologische Abweichung´ in Graved Lachs-Produkt des Anbieters MARQUART festgestellt

Eine Produktabbildung ist nicht verfügbarUnd wieder einmal veröffentlichen für den amtlichen Verbraucherschutz in Deutschland verantwortliche Behörden auf dem amtlichen Portal "lebensmittelwarnung.de" eine Meldung, mit der VerbraucherInnen aufgrund unpräziser und zum Teil fehlender Angaben nur schwer etwas anfangen können. Der Meldung zufolge wurde bei einem Lachs-Produkt einer "Fa. Marquart GmbH" (ohne Ortsangabe) im Rahmen einer Eigenkontrolle eine "mikrobakteriologische Abweichung" festgestellt. Aus den "Details" zur Meldung geht hervor, das es um "Graved Lachs, 100 g" des Herstellers Fa. Marquart GmbH mit der "Los-Kennzeichnung: 7527" gehen soll, wobei für weitere Informationen auf den "Kundenaushang des Unternehmens" verwiesen wird. Als "betroffene Länder" werden (zumindest derzeit) benannt: "Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen". Dem Kundenaushang ist jedoch zusätzlich nur zu entnehmen, dass die Sicherheit der KundInnen für das Unternehmen an erster Stelle steht, der Artikel "aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes" zurückgerufen wird und alle Packungen mit den o. g. Angaben nicht mehr zu verwenden und in die Verkaufsstelle zurückzubringen sind. Der Kaufpreis werde selbstverständlich erstattet und man bedanke sich für die Unterstützung der KundInnen. Eine Benennung der "mikrobakteriologischen Abweichung" erscheint jedoch weder dem Hersteller von Bedeutung noch ergänzen die Behörden die Meldung um diese doch sehr wichtige Information: Sind mikrobiologische Verunreinigungen in ihren Risiken und dem Umgang damit doch sehr unterschiedlich. Auch stellt sich die Frage, ob ein (doch recht unscheinbarer) "Kundenaushang" für VerbraucherInnen in den (zumindest derzeit) 3 Bundesländern ausreichend ist. Vollständige Angaben zum Herausgeber, zu Verkaufszeitraum, -stelle(n) und -region(en), eine genauere Benennung der "mikrobakteriologischen Abweichung" mit einem deutlichen Hinweis auf Gefahren/ Risiken, eine Produktabbildung sowie eine Ansprechstelle für Fragen (Telefon/ E-Mail) fehlen ganz einfach. Sollte es sich um » Listerien handeln, könnte folgende Gefahren-/ Risikobeschreibung für die Einschätzung deren Gefährlichkeit nützlich sein: Bei Schwangeren, Neugeborenen, älteren Menschen oder Personen mit einem geschwächten Immunsystem kann die Krankheit » Listeriose einen schweren Verlauf nehmen und zu Blutvergiftungen, Gehirn- oder Gehirnhautentzündung führen sowie sogar tödlich sein; zudem kann sie bei Schwangeren auch ohne Symptome Früh- oder Fehlgeburten zur Folge haben.
» Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: bfr.bund.de » "Unsichtbare Gefahr: Listerien in Räucherfisch" Auszug: "Die meisten gemeldeten Listerioseerkrankungen verlaufen schwer und gehen beispielsweise mit Blutvergiftungen, Hirnhautentzündungen oder Fehlgeburten einher. In 5% der Fälle endete die Erkrankung im Jahr 2018 tödlich. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Personen mit geschwächter Immunabwehr, Schwangere und deren Neugeborene. Listerien können in einer Vielzahl von Lebensmitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs vorkommen. Häufig belastet sind kalt- oder heißgeräucherter Fisch, die daher ebenfalls im Verdacht stehen, diese Erkrankung zu übertragen. Auch andere roh verzehrte Fischereierzeugnisse und Meeresfrüchte wie z. B. Sushi, Sashimi und Austern oder gebeizte Erzeugnisse wie Graved Fisch können betroffen sein."

MARQUART Rückruf Graved Lachs Update vom 23.10.2020: Die Behörden haben ihre Meldung auf "lebensmittelwarnung.de" geringfügig modifiziert und einen neuen "Kundenaushang" verfügbar gemacht: Jetzt wird bekannt, dass der Lachs von der Edelfisch-Räucherei und Feinkost-Manufaktur Marquart GmbH (Mühlacker/BW) stammt und es sich bei der bisherigen "mikrobakteriologischen Abweichung" um die be- und gefürchteten » Listerien handelt. Eine Produktabbildung sowie Angaben zum Hersteller werden in der neuen Version des Aushangs zwar verfügbar gemacht; Angaben zu Verkaufszeitraum, -stelle(n) und -region(en) sowie insbesondere (und gerade bei Listerien) ein deutlicher Hinweis auf Gefahren / Risiken fehlen jedoch nach wie vor (Bildquelle: Marquart GmbH).
» www.raeucherlachs-delikatessen.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

 

Lebensmittelwarnung: ´Grenzwertüberschreitung von Aflatoxinen´ (Schimmelpilzgift) in Basmatireis von GRELL

GRELL Rückruf Basmatireis Das amtliche Internetportal "lebensmittelwarnung.de" veröffentlicht soeben eine Meldung, wonach die Firma C. F. Grell Nachf. Naturkost GmbH & Co. KG (Kaltenkirchen/SH), regionaler Großhandel für Naturkost und Naturwaren, ein Reisprodukt zurückruft. Als Grund der Warnung wird "Grenzwertüberschreitung von » Aflatoxinen" (= Schimmelpilzgift) angegeben. Betroffen ist von der Marke "Grell Naturkost" das Produkt "Basmatireis, echter Basmatireis, braun" im 500 g-Beutel mit der Haltbarkeit: "15.11.2021" und den drei Los-Kennzeichnungen 901584, 901665 und 901722. Als betroffenes Bundesland wird (zumindest derzeit) "nur" Schleswig-Holstein benannt; durch den Online-Verkauf sollte jedoch grundsätzlich von einer bundesweiten Betroffenheit auszugehen sein. Weitere Informationen sollten eigentlich einer beigefügten Verbraucherinformation zu entnehmen sein, die von den Behörden jedoch (zumindest derzeit) nicht verfügbar gemacht wird. Von einem Verzehr ist auf jeden Fall abzusehen. Normalerweise können belastete Lebensmittel bei Rückrufaktionen in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgegeben werden, wo entweder eine Erstattung des Kaufpreises erfolgt (meistens ohne Vorlage eines Kassenbons) oder ein einwandfreies Ersatzprodukt ausgehändigt wird. Diesbezügliche sowie weitere Fragen wird man an das Unternehmen stellen können, das sowohl unter der Rufnummer 0 41 91 / 9 50 30 telefonisch als auch über die E-Mail-Anschrift info(at)grell schriftlich erreichbar ist. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (Berlin) zu der Frage, welches Gesundheitsrisiko von Aflatoxinen ausgeht: "Aflatoxine gehören zu den stärksten in der Natur vorkommenden Giften. Sie weisen ein hohes krebserzeugendes Potential auf. Bei oraler Aufnahme können sie in höheren Konzentrationen in erster Linie Nieren, Leber und das ungeborene Leben schädigen. Außerdem können Aflatoxine das Erbgut schädigen, das heißt sie wirken genotoxisch" (Bildquelle: lebensmittelwarnung.de | bearb).
» www.grell.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: bfr.bund.de » FAQ zu Aflatoxinen in Lebensmitteln (...)

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