´In hohen Dosen wirkt es als Nervengift´: Ochratoxin A in Paprika Edelsüss von SAHRA und HIRA

GIBA GEWÜRZE Rückruf SAHRA HIRA Paprika Edelsüss Die Giba Gewürze GmbH & Co. KG (Hanau/HE), eigenen Angaben zufolge "Gewürzhersteller mit deutscher Qualität!", ruft eines ihrer Paprika-Gewürze zurück. Grund des Rückrufes ist, dass bei amtlichen Untersuchungen eine Überschreitung der Höchstmenge des Schimmelpilzgiftes » Ochratoxin A festgestellt worden ist. Betroffen ist folgende Ware: "Paprika Edelsüss" der Marken "Sahra" und "Hira" in den Verpackungseinheiten: PET (65 g, 135 g, 450 g), Glas (75 g) und Beutel (400 g, 700 g), jeweils mit dem MHD / Verbrauchsdatum: 31.12.2021 sowie der Chargennummer "L.218.G.B". Verkaufsstellen benennt der Hersteller (zgl. Online-Anbieter) nicht, wirbt jedoch mit der Versorgung von "+2.000" Supermärkten in 9 europäischen Ländern. VerbraucherInnen, die benannte Produkte gekauft haben, werden gebeten, diese nicht zu verzehren. Alle Kunden können betroffene Artikel in den Einzelhandelsverkaufsstellen gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben. Der Pressemiteilung ist die Rufnummer 0 61 81/3 07 47 70 sowie die E-Mail-Adresse info(at)gibafoods.com entnehmen, die somit offensichtlich auch für Verbraucherfragen genutzt werden kann.  "Die Firma Giba Gewürze bedauert den Vorfall und entschuldigt sich bei allen Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten." Der Hersteller klärt ehrlich auf: "Ochratoxin A ist ein Schimmelpilzgift, welches als möglicherweise krebserregend eingestuft wird und Nierenerkrankungen verursachen kann. In hohen Dosen wirkt es als Nervengift, ist fruchtschädigend und greift das Immunsystem an." Suspekt: Gemäß Beschreibung auf der Internetseite sollen alle Lieferanten "ein eigenes Labor zum analysieren von Pestiziden, Aflatoxin, Mikrobiologie etc." besitzen. Die Feststellung des Schimmelpilzgiftes erfolgte jedoch durch amtliche Untersuchungen und - aufgrund des öffentlichen Rückrufes - offensichtlich erst, nachdem die Ware in den Verkauf gelangt ist  (Bildquelle: Giba Gewürze GmbH & Co. KG).
» gibafoods.com | » sahra-gewuerze.de» Weitere Informationen im PDF-Format

 

Die Giba Gewürze GmbH & Co. KG macht bezüglich Verkaufsregionen keinerlei Einschränkungen und betreibt zudem einen Online-Shop.

Stand: Sa, 02.06.2018 - 22:00 Uhr:
Auch 72 Stunden nach der Veröffentlichung durch den Hersteller melden im amtlichen Portal "lebensmittelwarnung.de" nur die fünf Bundesländer Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt eine Betroffenheit ihrer Verantwortungsbereiche. Solche unvollständigen Angaben führen erfahrungsgemäß dazu, dass in nicht aufgelisteten Bundesländern keine und/oder in überregionalen Medien eine unvollständige Berichterstattung erfolgt.

ACHTUNG: Tückische Gefahr durch ´Fremdkörper (Glas)´ in Fischsuppe von POINTE DE PENMARCH

Lebensmittelwarnung.de | Das Portal der Bundesländer Das amtliche Portal der Bundesländer und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit » "lebensmittelwarnung.de" veröffentlicht eine Warnmeldung zu einer Fischsuppe des französischen Anbieters Pointe de Penmarch SAS (Douarnenez/F): Es besteht der Verdacht, dass das Lebensmittel mit Fremdkörpern (Glas) verunreinigt ist. Betroffen ist "Fischsuppe" im 500 ml-Glas (SB) mit der Chargennummer "L17279" und dem Mindesthaltbarkeitsdatum "05/2020"; als Identitätskennzeichen wird benannt: "FR44 089 001CE". Derzeit melden vier Bundesländer ihre Betroffenheit (BW, NI, NW und SH); das bekannte » "Freitagsproblem" wird aber dazu führen, dass sich ab Montag weitere Länder als betroffen erklären. Eine Produktabbildung ist nicht verfügbar"Verbraucher, die dieses Produkt gekauft haben, werden gebeten, es nicht zu verzehren und es zu vernichten" > eine Möglichkeit der Rückgabe gegen Kaufpreiserstattung wird Kunden demnach nicht eingeräumt. "Der Hersteller, Pointe de Penmarch, steht Ihnen für weitere Information zur Verfügung - Tel.: 00 33 2 30 14 02 00".   Abhängig von Größe und Beschaffenheit können Glasstücke/-scherben/-splitter zumindest Schnittverletzungen in Mundhöhle, Speiseröhre sowie Magen- und Darmtrakt verursachen; auch können sie beim Verschlucken Atemnot hervorrufen, wodurch eine Erstickungsgefahr nie ganz auszuschließen ist. Was hier wieder deutlich wird: Die Behörden akzeptieren immer wieder unzureichende Verbraucherinformationen: So fehlen neben einer Produktabbildung auch jegliche Angaben zu Verkaufsstellen; eine Rufnummer für Fragen in Deutschland sowie eine Form der "Entschuldigung" sind zwar nicht vorgeschrieben, gehören jedoch "irgendwie" dazu.
» www.pointedepenmarch.com | » Weitere Informationen im PDF-Format

Update vom 13.04.2018 - 20 Uhr: Kurz nach Veröffentlichung des vorstehenden Beitrages hat noch das Bundesland Bayern (BY) vor dem beginnenden Wochenende seine Betroffenheit erklärt.

 


Update zur Verdeutlichung des » "Freitagsproblems"


Da der Verfasser der "Verbraucherinformation" hinsichtlich einer regionalen Betroffenheit keinerlei Angaben macht, muss offensichtlich von einer bundesweiten / bundesweit gewesenen Verfügbarkeit ausgegangen werden.

Stand: Sa, 14.01.2018 - 19:00 Uhr:
Innerhalb der ersten 24 Stunden nach der amtlichen Warnmeldung ist zu den bereits als betroffen erklärten 5 Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein) kein weiteres Bundesland hinzugekommen.

Stand: So, 15.01.2018 - 19:00 Uhr:
48 Stunden später gibt es keine weitere Veränderung.

Stand: Mo, 16.01.2018 - 12:00 Uhr:
Tag 3 nach der Erstveröffentlichung: Hamburg und das Saarland haben sich sofort nach "Dienstbeginn" in die Liste der betroffenen Bundesländer eingereiht.

Stand: Di, 17.01.2018 - 12:00 Uhr:
4. Tag: Keine Veränderung zum Vortag.

Stand: Mi, 18.01.2018 - 12:00 Uhr:
Bis zum 5. Tag hat sich noch Bremen in die Liste der betroffenen Bundesländer eingetragen.

Stand: Do, 19.01.2018 - 12:00 Uhr:
Tag 6: Keine Veränderung zum Vortag.

Stand: Fr, 20.01.2018 - 12:00 Uhr:
1 Woche nach Erstveröffentlichung: Trotz offensichtlich bundesweiter / bundesweit gewesener Verfügbarkeit keine weiteren Aktivitäten. Ab sofort erfolgt eine Aktualisierung nur, wenn sich eines der noch fehlenden acht Bundesländer (Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) für eine Verbraucherwarnung entscheidet.

Zusätzliche Informationen