Mglw. Glasscherben in einzelnen Gläsern mit ´Hausmacher Schweinskopf-Sülze´ von der LANDFLEISCHEREI OLBRICH

LANDFLEISCHEREI OLBRICH Rückruf Hausmacher Schweinskopf-Sülze "Aus Gründen des konsequenten und vorsorglichen Verbraucherschutzes" ruft die Landfleischerei Max Olbrich (Steinfeld/NI) eine Sülze zurück. "Trotz umfangreicher präventiver Maßnahmen kann leider nicht ausgeschlossen werden, dass in einzelnen Gläsern Glasscherben enthalten sind", so das Unternehmen in einer "Pressemitteilung", die durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlicht wurde. Betroffen ist die "Hausmacher Schweinskopf-Sülze" im Glas mit einem Inhalt von 180 g sowie dem aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) "05.08.2023" (» EAN "4016640003178", Identitätskennzeichen: "DE NI 10512 EG"). Vertrieben wurde das Produkt deutschlandweit im Lebensmitteleinzelhandel. Von einem Verzehr des Lebensmittels ist unbedingt abzusehen. Selbstverständlich können gekaufte Produkte jederzeit in der Einkaufstätte zurückgegeben werden. Alternativ wenden sich betroffene Verbraucher direkt an die Landfleischerei Max Olbrich, Am Mühlenbach 6 in 49439 Steinfeld (Telefon: 0 54 92 / 25 55); die Erstattung des Einkaufspreises ist gewährleistet. Es wird versichert: "Weitere Mindesthaltbarkeitsdaten oder andere Produkte der Landfleischerei Max Olbrich sind von diesem Rückruf nicht betroffen!" Das Unternehmen bedauert ausdrücklich, dass es trotz permanenter Kontrollen der Qualitätssicherung zu diesem Vorkommnis gekommen ist und entschuldigt sich bei allen Betroffenen. Abhängig von Größe und Beschaffenheit können Glasstücke/-splitter zumindest Schnittverletzungen Anbieter informiert verbraucherfreundlich! in Mundhöhle, Speiseröhre sowie Magen- und Darmtrakt verursachen; auch können sie beim Verschlucken Atemnot hervorrufen, wodurch eine Erstickungsgefahr nie ganz auszuschließen ist (Bildquelle: Landfleischerei Max Olbrich).
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Updates zur Verdeutlichung des Aktualitätsproblems der Behörden


Die Landfleischerei Olbrich hat in ihrer am Freitag gegen 15 Uhr durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (zumindest) auf "lebensmittelwarnung.de" veröffentlichten "Pressemitteilung" wörtlich erklärt: "Vertrieben wurde das Produkt deutschlandweit im Lebensmitteleinzelhandel."

Stand: Sa, 13.11.2021 - 16:30 Uhr:
Rund 24 Stunden später sind auf dem Portal "lebensmittelwarnung.de" als "betroffene Länder (alphabetisch)" benannt: "Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen". In 14 Bundesländern hat man am Freitag nach 15 Uhr also nicht mehr die Zeit gefunden, die Bevölkerung über das Portal "lebensmittelwarnung.de" zu warnen. Okay: Gegen 15 Uhr ist in deutschen Behörden Dienstschluss oder es wird sich darauf vorbereitet. Aber bei "Glasscherben" in einem Lebensmittel, die einem (abhängig von der Größe) u. U. den Mund- und Rachenraum, die Speiseröhre, den Magen oder den Darm aufschlitzen können, beruhigt ins Wochenende zu gehen und - i. d. R. ohne einen Bereitschaftsdienst - LeserInnen des Portals (die sich u. U. wirklich noch auf dessen Richtigkeit und Vollständigkeit verlassen) nicht verzugslos zu informieren? Das ist kein verantwortungsvoller Verbraucherschutz, wie er von einer Bundesbehörde und 16 Landesbehörden zu erwarten sein sollte.

 

Meldestand 13.11.2021 - 15:45 Uhr

Stand: So, 14.11.2021 - 15:30 Uhr:
Tag 2 nach Bekanntgabe: Keine behördlichen Aktivitäten.

Stand: Mo, 15.11.2021 - 18:00 Uhr:
Tag 3 nach Bekanntwerden: Unglaublich! Auch heute (Werktag!) unterlassen es die für einen zuverlässigen Betrieb von "lebensmittelwarnung.de" verantwortlichen Dienststellen / Personen aus 14 Bundesländern, VerbraucherInnen ihres Bundeslandes vor der Gefährdung durch Glasscherben in einem Lebensmittel zu warnen. Dabei handelt es sich um die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Stand: Di, 16.11.2021 - 18:00 Uhr:
Tag 4: Keinerlei Fortschritt. Dienststellen / Personen aus den vorgenannten 14 Bundesländern waren auch heute weiterhin untätig!

Stand: Mi, 17.11.2021 - 18:00 Uhr:
Tag 5: Keinerlei Fortschritt. Dienststellen / Personen aus den vorgenannten 14 Bundesländern waren auch heute weiterhin untätig! Der Hersteller gibt wörtlich an: "Vertrieben wurde das Produkt deutschlandweit im Lebensmitteleinzelhandel."

Stand: Do, 18.11.2021 - 18:00 Uhr:
Auch am 6. Tag immer noch fehlende Angaben zur Betroffenheit auf » "lebensmittelwarnung.de". Von definitiv 16 betroffenen Bundesländern haben sich dort immer noch nur die beiden Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen als betroffen erklärt.

Stand: Fr, 18.11.2021 - 18:00 Uhr:
Eine Woche später:Keine Anpassung an die tatsächlichen Gegebenheiten. Somit eine weitere Falschmeldung auf "lebensmittelwarnung.de"

 

Wissenswert: "Das vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in enger Zusammenarbeit mit den Bundesländern ins Leben gerufene Portal » www.lebensmittelwarnung.de ging am 21. Oktober 2011 an den Start." Zu den Erfahrungen mit diesem "System" wird ausdrücklich folgende Lektüre der Verbraucherorganisaton "foodwatch | die essensretter" (bereits aus 2017, in vielen Punkten nach wie vor zutreffend!) empfohlen: » Report „Um Rückruf wird gebeten“.

 

"Wie es ist, darf es nicht bleiben!"

Zusätzliche Informationen