KIKKOMAN ruft gleichnamiges ´Sesame Dressing´ zurück: In zwei Chargen Rückstände von Ethylenoxid enthalten

KIKKOMAN Rückruf Sesam Sesame Dressing Nachdem inzwischen seit drei Monaten bekannt ist, dass erhebliche Mengen an mit Pflanzenschutz-/ Desinfektionsmittel belasteter Sesamsaat aus Indien den europäischen Markt überflutet haben, jagt ein Lebensmittelrückruf den anderen: Auch die Kikkoman Trading Europe GmbH (Düsseldorf/NW) teilt jetzt mit, dass "im Rahmen von Untersuchungen" festgestellt wurde, dass der in einem Dressing verarbeitete Sesamsamen "Rückstände von » Ethylenoxid enthält". Die vom Rückruf erfasste Ware ist an folgenden Eigenschaften zu erkennen: "KIKKOMAN® Sesame Dressing 250 ml" mit der "Los Nr. L41 (MHD 23.09.21)" sowie "Los Nr. L42 (MHD 14.11.21)". Regionale Besonderheiten / Einschränkungen scheint es nicht zu geben, was grds. für eine bundesweite Betroffenheit spricht. Aus Gründen des vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes wird vom Verzehr genannter Produktchargen abgeraten. KundInnen werden gebeten, diese Produktchargen nicht zu verwenden und betroffene Produkte in die Verkaufsstelle zurückzubringen > dort wird der Kaufpreis erstattet. Für Rückfragen steht der Anbieter offensichtlich nur schriftlich unter der E-Mail-Adresse product(at)kikkoman.eu zur Verfügung. Es wird versichert: "Der Rückruf bezieht sich ausschließlich auf die oben genannten Produktchargen. Von dem Rückruf sind weder andere Chargen desselben Produkts noch andere Produkte derselben Marke betroffen." Die Kikkoman Trading GmbH entschuldigt sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Wikipedia zu Ethylenoxid: "Ethylenoxid ist giftig und krebserregend beim Einatmen. Symptome einer Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit/Erbrechen. Mit zunehmender Dosis kommt es zu Zuckungen, Krämpfen und schlussendlich zum Koma. Es ist für die Haut und die Atemwege reizend. Die Lunge kann sich Stunden nach dem Einatmen mit Flüssigkeit füllen (Lungenödem)" (Bildquelle: Kikkoman Trading GmbH).
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Was auffällt: Bereits seit dem 09/09/2020 ist im europäischen Schnellwarnsystem für riskante Lebens- und Futtermittel „RASFF“ (nicht zuletzt auch für jedes „Qualitätsmanagement“ von Lebensmittelherstellern und -händlern) erkennbar, dass aus Indien » erhebliche Mengen an mit ETHYLENOXID belasteter Sesamsaat nach Europa importiert wurden. Erst seit Ende Oktober -  überwiegend aber erst seit der 2. Novemberhälfte - kommt es in Deutschland zunehmend zu Rückrufaktionen für Sesamsaat oder Lebensmittel mit Sesamsaat als Zutat. Fragen, die sich VerbraucherInnen vermehrt stellen: Warum dauert das alles wieder so lange? Was tut der amtliche Verbraucherschutz?

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