BAUSCH+LOMB ruft Kontaktlinsenlösungen, augenspülende und -befeuchtende Produkte zurück: Sterilisationsprobleme

BAUSCH LOMB Rückruf Kontaktlinsenlösung Augenspülung Augenbefeuchtung Erst durch einen Verbraucherhinweis erfährt man von einem Rückruf, den die Firma Bausch & Lomb GmbH (Berlin/BE) bereits vor rund einer Woche begonnen hat: Zurückgerufen werden zahlreiche Kontaktlinsenlösungen sowie augenspülende und -befeuchtende Produkte aus italienischer Herstellung, bei deren Flaschen, Stopfen und Deckeln es ein "Compliance-Problem mit dem Sterilisationsprozess" gegeben hat. Betroffen sind: Biotrue® All-in-one, ReNu® MPS Sensitive Eyes®, ReNu® MultiPlus® Fresh Lens Comfort, Boston® Advance Cleaner, Boston® Advance Conditioner, Boston® Simplus, Sensitive Eyes® Kochsalzlösung, EasySept®, Ophtaxia® Augenspüllösung sowie Sensitive Eyes® Augenbefeuchtungslösung. Das Verfallsdatum der Produkte liegt im Zeitraum Mai 2021 - Februar 2024. VerbraucherInnen, die betroffene Produkte im Bestand haben, sollten im Internet auf einer Sonderseite (Link s. u.) die LOT-Nummer eingeben, um zu überprüfen, ob das Produkt betroffen ist. Wenn das der Fall ist, soll das Produkt nicht mehr verwendet werden > dann ist dieses zu erfassen und zu entsorgen. Für weitere Informationen / Unterstützung sollten sich VerbraucherInnen an den Rückrufdienstleister Sedgwick wenden: per Telefon unter der kostenfreien Rufnummer 08 00 / 6 27 09 66 (9-18 Uhr) oder per E-Mail an blrecall(at)sedgwick.com. Bausch + Lomb gibt an, eines von vielen Unternehmen zu sein, die von diesem Umstand betroffen sind und versichert: "Es wurden bisher keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit diesem Umstand gemeldet. Keine anderen Bausch + Lomb-Produkte oder Produktchargen sind von dieser Maßnahme betroffen." Obwohl das Infektionsrisiko für diese Produkte "gering" sein soll, schreibt bspw. die Apothekenumschau, dass durch eine Infektion mit Bakterien oder Viren eine Hornhautentzündung (Keratitis) verursacht werden kann. "Beschränkt sich die Entzündung auf die Oberfläche der Hornhaut, entwickelt sich eine leichte Trübung. Entzünden sich tiefere Schichten, bildet sich an der betroffenen Stelle eine dichtere Trübung aus, die als weißlicher Fleck auftauchen kann. Eine Hornhautentzündung führt meist zu erheblichen Schmerzen und einem geröteten Auge, da die Bindehaut meist gleichzeitig entzündet ist (...) Als Komplikationen einer Keratitis können Hornhautnarben, Hornhautulcera (Geschwüre) oder eine Entzündung des Augeninneren (Regenbogenhautentzündung, Begleitiritis) auftreten" (Bildquelle: Bausch & Lomb GmbH).
» www.bausch-lomb.de | » Sonderseite | » Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: apotheken-umschau: » "Hornhautentzündung (Keratitis)"

Landesuntersuchungsamt alarmiert: ´Nicht deklarierte Wirkstoffe: Warnung vor Potenz- und Schlankheitsmittel´

Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz LUA Warnung Potenzmittel Schlankheitsmittel "Gefährliches Doppel: Das Landesuntersuchungsamt (LUA) warnt vor dem Schlankheitsmittel "Go Slim" und dem Potenzmittel "Viazene Ginseng Complex". Beide Produkte enthalten nicht deklarierte Arzneiwirkstoffe und sind rechtlich gesehen nicht zugelassene Medikamente. Im Schlankheitsmittel "Go Slim" wiesen Fachleute des LUA Sibutramin nach. Der Wirkstoff kann schwerwiegende Nebenwirkungen wie stark erhöhten Blutdruck und akute Herzerkrankungen hervorrufen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Psychopharmaka drohen gefährliche Wechselwirkungen. Auch Todesfälle sind bekannt. Sibutramin wurde früher als letztes Mittel gegen Adipositas (Fettleibigkeit) in Arzneimitteln unter ärztlicher Aufsicht verabreicht. Wegen gravierender Nebenwirkungen besitzt der appetithemmende Arzneiwirkstoff aber keine Zulassung mehr. Illegale ArzneimittelDie Laboranalyse des Potenzmittels "Viazene Ginseng Complex" förderte den Wirkstoff Sildenafil zutage. Er kann Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Verdauungs- und Sehstörungen hervorrufen. Bei gleichzeitiger Einnahme mit Herzmedikamenten drohen zum Teil lebensgefährliche Wechselwirkungen. Mittel mit Sildenafil sind in Deutschland zulassungs- und verschreibungspflichtig und werden nur unter ärztlicher Aufsicht zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt. Eine solche Zulassung hat „Viazene Ginseng Complex“ offensichtlich nicht.

Beide Produkte waren über das Internet im Ausland bestellt und bei der Einfuhr vom Zoll sichergestellt worden. Was sie so gefährlich macht: Die hochwirksamen Arzneiwirkstoffe mit potenziellen Nebenwirkungen tauchen in der Deklaration nicht auf, genannt werden nur vermeintlich natürliche Zutaten. Käufer wissen nicht genau, was sie zu sich nehmen. Das LUA rät Verbrauchern grundsätzlich davon ab, Schlankmacher oder Potenzmittel auf dubiosen ausländischen Internetseiten zu bestellen" (Bilddquelle: Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz).
» lua.rlp.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: lua.rlp: Übersicht gefährlicher » Schlankheitsmittel» Potenzmittel

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