"ICSMS" oder: Wo Verbraucher gefährliche Produkte melden können

Information and Communication System for the pan-European Market Surveillance (ICSMS) Was kaum ein Verbraucher kennt: Zum "Monitoring" von gefährlichen Produkten betreibt die europäische Marktüberwachung ein sogenanntes "Information and Communication System for the pan-European Market Surveillance (ICSMS)". Auch wenn es sich dabei primär um eine behördliche Datenbankanwendung für technische Produkte handelt, bietet diese jedoch auch Verbrauchern praktische Funktionen für "Non-Food": Nach entsprechender Sprachauswahl (rechts oben) kann man im Abschnitt "Verbraucher" nach bereits auffällig gewesenen Produkten suchen und - bei Erfolg - entsprechende Details nachlesen; auch kann zuständigen Behörden ein offensichtlich "gefährliches Produkt" gemeldet werden. Erster Schritt: Durch Angabe des Wohnortes (Postleitzahl und/oder Stadt) sowie des Mitgliedsstaates und einer passenden "Richtlinie/Verordnung" ist die behördliche Ansprechstelle mit Daten zu ihrer Erreichbarkeit zu ermitteln. Zweiter Schritt: Mit Betätigung der Schaltfläche "Gefährliches Produkt dieser Behörde melden" öffnet sich (wenn die Sicherheitseinstellung des Internet-Browsers dieses zulässt) ein entsprechendes Formular: Erforderlich sind neben Details zum Produkt (Bezeichnung, Warenzeichen, Hersteller, Name/Typ, Seriennummer, EAN-Code/Barcode/Strichcode) Angaben zum Händler sowie zum Mangel (Beschreibung, Schilderung von Unfällen). Wird eine Rückmeldung gewünscht, so fragt das System entsprechende Adressdaten ab. Anschließend kann das Formular elektronisch an die zuständige Behörde verschickt werden - die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund, oberste deutsche Produktsicherheitsbehörde, erhält (zur frühzeitigen Gefahrenerkennung und -abwehr) automatisch eine Kopie der Meldung. Auch wenn es grundsätzlich angebracht ist, ein gefährliches Produkt den Behörden unmittelbar vorzustellen (zur technischen und/oder chemischen Untersuchung), so ist die Online-Möglichkeit die einfachste Wahl, die zuständige Marktüberwachung über Gefahren in Kenntnis zu setzen (und somit auch schnellstmöglich weitere Verbraucher vor Schaden zu bewahren). Übrigens: Wer Probleme bei der Zuordnung einer der zahlreichen Richtlinien/Verordnungen hat, braucht sich keine Gedanken zu machen: Ein elektronischer "Irrläufer" wird an die dafür zuständige Stelle weitergeleitet. Für Lebensmittel ist nach wie vor der Gang zur Lebensmittelüberwachung angesagt; die meisten Anschriften finden Sie » hier.
» www.icsms.org

Zusätzliche Informationen