Behörden warnen vor besonders gefährlichen Feuerwerksbatterien

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) So gut wie zeitgleich, für eine effektive Verbraucherwarnung jedoch (zu) kurzfristig vor der Sylvesternacht, warnen die Europäische Kommission - Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher - sowie die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) vor besonders gefährlichen Feuerwerksbatterien. In der » 52. Wochenmeldung des EU-Schnellwarnsystems für gefährliche Produkte "RAPEX" wird unter lfd.-Nr. 2-1485/11 europaweit vor der aus China stammenden 100-schüssigen Feuerwerksbatterie "Knock Out XXL" gewarnt. Das Produkt birgt die Gefahr für Hörschäden und Verbrennungen. Neben diesem Artikel, der im Übrigen nach Angaben der BAM sogar eine Registriernummer 0336-F2-27410 sowie eine Identifikationsnummer BAM-F2-0308 tragen soll, warnen die Berliner Materialprüfer vor Feuerwerksbatterien der Bezeichnungen "Solar" / "Solaris" mit der Registriernummer 1395-F2-0003/2009 sowie der Identifikationsnummer BAM-F2-0163. Grund für die Warnungen ist, dass diese CE-gekennzeichneten Feuerwerkskörper der Kategorie F2 mit nicht erlaubten Anzündmitteln (z. B. gedeckter » Stoppine) im Handel erhältlich sein können. Die BAM: "Wenn diese Gegenstände angezündet werden, BAM Sicherheitshinweis Feuerwerk Knock Out XXL Solar Solarismuss mit direktem Durchzünden der Anzündung und sofortigem Start der Funktion gerechnet werden. Der Schutzabstand von 8 m für Feuerwerkskörper der Kategorie F2 kann dann nicht mehr eingehalten werden." Feuerwerk ist gefährlich - insbesondere in den Händen von Kindern oder in Verbindung mit Alkoholkosum. Was in der Sylvesternacht beachtet werden muss, ist an zahlreichen Stellen zu erfahren. Was trotzdem wieder durch unsachgemässen Umgang oder nicht zugelassene Raketen und Böller passiert, wird Anfang des neuen Jahres sicher wieder für einige Schreckensmeldungen sorgen (Bildquellen: rapex.eu/bezreg-muenster.nrw.de).
» www.bam.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: bezreg-muenster.nrw.de: » "Gefährliches Feuerwerk in den Handel geraten"
umweltbundesamt.de: » "Zum Jahreswechsel: Wenn die Luft „zum Schneiden” ist" | » "Feinstaubbelastung durch Silvesterfeuerwerk" (Sehenswerte Animation)

RAPEX: Europäische Kommission warnt vor Produktgefahren


Hinweis vom 07.12.2016: In einer Pressemitteilung des WDR (Köln) zur Sendung "Könnes kämpft: Giftiges Chrom VI in Lederhandschuh gefunden" (Sendetermin: Mittwoch, 07.12.2016, 21.00 - 21.45 Uhr) kommt es zur Verlinkung / Benennung eines Links auf genau diesen (alten) Beitrag, der jedoch vom 28.01.2011 ist und keinerlei Bezug zu vorgenannter Sendung enthält. Wenn Sie sich zu Chrom VI-Belastungen von Lederwaren informieren möchten, empfiehlt sich bspw. eine » "RAPEX"-Suche: Wählen Sie im Feld "Years" bspw. die Option "Check All" und tragen Sie in der "Free text search" das Suchwort "Chromium" ein; weitere Eingrenzungen sind z. Bsp. im Feld "Product Category" oder "Brand" (= Marke) möglich.

Eine weitere, äußerst sehenswerte Recherche zum Thema ist leider nur noch auf » YouTube zu finden (ZDF: 37° - Gift auf unserer Haut)


RAPEX, Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission für Non-FoodDas "Rapid Exchange of Information System (RAPEX)" ist das Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission, mit dem die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher im Wochenrhythmus europaweite Warnungen zu gefährlichen Produkten veröffentlicht. In der aktuellen Wochenmeldung sind dabei zwei Produkte zu finden, die auch in Deutschland erhältlich sind/waren und somit für hiesige Verbraucher interessant sein dürften: Unter der lfd.-Nr. 1-0053/11 meldet Österreich Rasenmäher des Herstellers Viking, bei denen das Schneidemesser (ab-)brechen kann. Passiert das während des Betriebes, besteht Schnitt-/Verletzungsgefahr. (Das österreichische Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz warnte bereits kürzlich vor den Rasenmähern und hat dazu eine Originalmitteilung des Herstellers veröffentlicht; auch in Frankreich wird auf » rappelsproduits.fr gewarnt). RAPEX-Warnungen 4. KW 2011Weiter ist unter lfd.-Nr. 13-0065/11 die Warnung vor einem Karnevalskostüm sowie dessen Rückrufankündigung zu finden. Bei dem Königskostüm besteht durch leicht ablösbare Kleinteile (Knöpfe) Erstickungsgefahr, wenn diese (durch Kleinkinder) verschluckt werden. Diese Gefahr wurde gemeldet durch Slowenien, Herkunftsland ist nach RAPEX-Angaben Deutschland, die Marke: "Andrea Moden" (Bildquellen: rapex.eu). RAPEX-Meldungen werden durch die Kommission ausschließlich in englischer Sprache bereitgestellt. Obwohl die Einträge dadurch nur für Verbraucher verständlich sind, die dieser Sprache mächtig sind, verweisen deutsche Marktüberwachungsbehörden durch die Bank auf dieses System: Amtliche Übersetzungen gibt es keine.
Lesenswert: Wann ein Produkt gefährlich genug für RAPEX ist?
produktsicherheitsportal.de » RAPEX-Risikobewertung für die Marktüberwachung

Zusätzliche Informationen