BSI und Polizei warnen vor besonders aggressiver Schadsoftware

BSI | Telekom | BKA Sicherheitshinweis SchadprogrammDas Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik "BSI" (Bonn) sowie die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (Stuttgart) warnen vor einer besonders dreisten Variante von Schadsoftware: "Kriminelle versuchen damit, Geld von PC-Besitzern zu erpressen. Bei den Attacken werden die PCs von Betroffenen so verschlüsselt, dass eine vollständige Wiederherstellung aller Daten oft nicht möglich ist." Die neueste Variante der Schadsoftware, der so genannte "Windows-Verschlüsselungs-Trojaner", wird bundesweit über Spam-Mails verbreitet. Die angeschriebenen Personen werden beispielsweise im Namen einer Staatsanwaltschaft oder unter Verwendung offizieller Logos von bekannten Unternehmen und Behörden wie beispielsweise des Bundeskriminalamtes oder der Bundespolizei dazu verleitet, beigefügte Anhänge zu öffnen. Doch schon beim Öffnen des Anhangs wird der PC verschlüsselt und Geld gefordert. Auch nach Bezahlen der Forderung wird die Sperrung nicht aufgehoben.Warnung Gefahr Vielmehr sind sämtliche Dateien auf dem PC so verschlüsselt, dass auch die Wiederherstellung mit einer Rettungs-CD ("Rescue Disk") nur teilweise erfolgreich ist. Die Behörden raten allen Betroffenen ab, die geforderte Gebühr zu bezahlen und empfehlen, umgehend bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle Anzeige zu erstatten. Im Falle der neuesten Schadsoftware-Variante wird zusätzlich geraten, sich an IT-Experten zu wenden, die bei der Entschlüsselung des Rechners behilflich sein können. Auf der Internetseite werden zahlreiche Links angeboten sowie Schutzempfehlungen gegeben.
» www.bsi.bund.de | » www.polizei-beratung.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

Weniger gefährliche Artikel auf dem EU-Markt: "RAPEX sei Dank"

Rapid Exchange of Information System (RAPEX)Zur "Lage der Produktsicherheit in Europa" informiert die Europäische Kommission erneut mit ihrem jährlichen RAPEX-Bericht 2011: Über statistisches Zahlenwerk, sich daraus ableitbare Entwicklungen und künftige Herausforderungen. "Die Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU wollen die Gewissheit, dass Produkte, ob in der EU hergestellt oder aus Drittländern importiert, sicher sind. Die gute Nachricht: RAPEX – das EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte (außer Lebensmitteln) – wird immer leistungsfähiger; gefährliche Produkte werden deswegen früher und effektiver ausfindig gemacht und dann auch schneller vom EU-Markt genommen (...) RAPEX: ein Schnellwarnsystem zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU Seit 2004 (als die Richtlinie über die allgemeine Produktsicherheit in innerstaatliches Recht umgesetzt wurde) hat sich RAPEX erheblich weiterentwickelt. Die Mitgliedstaaten haben bis zu 100 Millionen EUR ausgegeben und bis zu 6 000 Inspektorinnen und Inspektoren beschäftigt, um die Produktsicherheitsvorschriften durchzusetzen. In dem Bericht für das Jahr 2011 werden die Erfolge beschrieben: frühere Entdeckung gefährlicher Produkte, bessere Marktüberwachung und bessere Durchsetzung der Produktsicherheitsvorschriften durch die nationalen Behörden (...) Rapid Exchange of Information System (RAPEX) - Jahresbericht 2011 RAPEX-Bericht 2011: Ursprungsländer Auf China entfallen zwar mit über der Hälfte aller RAPEX-Meldungen nach wie vor die meisten Meldungen, doch setzt sich der Abwärtstrend fort: Im Jahr 2010 waren es 58 %, im Jahr 2011 nur noch 54 %. 19 % der Produkte (293 Meldungen) kamen aus Europa, 15 % aus anderen Ländern (...) Ganz oben auf der Liste: Bekleidung und Textilien, Spielzeug, Kraftfahrzeuge Bekleidung und Textilien waren am häufigsten Gegenstand von Warnmeldungen (423 betrafen die Risiken Erstickung und Reizung), gefolgt von Spielzeug (324 Meldungen, hauptsächlich Erstickungsrisiko durch Verschlucken) und Kraftfahrzeugen (171 Meldungen, Verletzungsrisiko), Elektrogeräten (153 Meldungen, Stromschlagrisiko) und Kosmetika (104 Meldungen, chemisches Risiko). 74 % aller Meldungen zu besonders gefährlichen Produkten im Jahr 2011 entfielen auf diese fünf Produktkategorien." Unsere "Verbrauchermeinung": Auch wenn RAPEX für den behördlichen Informationsaustausch unverzichtbar erscheinen mag, so ist das System als verlässliche Informationsquelle für Endverbraucher nur äußerst eingeschränkt von Nutzen. Öffentlich insgesamt wenig präsent, sind die zum Teil lebenswichtigen Informationen ausschließlich in Englisch. Wird eine mögliche Suche alleine schon durch letztgenannten Umstand gravierend erschwert, ist die Auswahl "passender" Suchbegriffe - aufgrund unterschiedlichster Beschreibungsmerkmale und Schreibweisen - oftmals ein hoffnungsloses Unterfangen; Möglichkeiten einer Gruppierung nach Produktgruppen sowie Hilfestellungen, nach welchen Marken oder Produkten man überhaupt suchen kann/soll: "Fehlanzeige" (Anmerkung: Ideen zur Optimierung nicht erwünscht). Eine immer wiederkehrende Feststellung, die aktuell auch "prominent" durch den NDR bestätigt wird (und nicht nur für Schuhe gilt): "Außerdem sind manche Produkte, die auf der Liste stehen, dennoch weiterhin im Handel" (Bildquelle: rapex.eu).
» www.rapex.eu | » Direktlink zum RAPEX-Jahresbericht 2011 im PDF-Format (4,8 MB)
Lesenswert: ndr.de: » "Verbraucherschutz: Europaweit schnell gewarnt?"
» "Produkt gefährlich? Suchen Sie im EU-Schnellwarnsystem "RAPEX"!"

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