BfR warnt vor Salpetersäure-haltigen Reinigungsmitteln

Bundesinstitut für RisikobewertungDas Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor » Salpetersäure-haltigen Reinigungsprodukten. Nach Angaben des Institutes sind von deutschen Giftinformationszentren 134 Fälle gemeldet worden, bei denen nach dem Kontakt mit einem bestimmten Kalk- und Rostlöser zum Teil schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen auftraten. Die Fallmeldungen zeigen, dass nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder betroffen waren, zumal das Produkt zum Teil ohne wirksamen kindergesicherten Verschluss und mit falscher Kennzeichnung angeboten wird. Vor dem Hintergrund der zahlreichen gemeldeten Fälle gesundheitlicher Beeinträchtigungen hat das BfR auf der Basis des bisherigen wissenschaftlichen Kenntnisstandes eine Bewertung des mit der Verwendung von Haushaltsreinigungsprodukten mit 20-30% Salpetersäure verbundenen gesundheitlichen Risikos vorgenommen. Warnung ÄtzendDabei wurde festgestellt, dass aufgrund der toxischen Wirkungen der Salpetersäure und den daraus freigesetzten nitrosen Gasen ein unverhältnismäßig großes gesundheitliches Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher besteht. Das Institut kommt zu dem Schluss, dass derartige Produkte nicht für die Verwendung im Haushalt geeignet sind und rät daher dringend von ihrem Gebrauch ab.
» www.bfr.bund.de | » Direktlink zu weiteren Informationen im PDF-Format

Update vom 12.10.2010:
Lesenswert: test.de » Kalk- und Rostlöser Por Çöz: Verätzungsgefahr
"Schon weniger als ein halbes Gramm Salpetersäure - das entspricht gut zwei Gramm des Reinigers - können tödlich sein."

Europäische Kommission benennt wieder gefährliche Produkte

RAPEX, Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission für Non-FoodDie Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher der Europäischen Kommission meldet wöchentlich freitags in ihrem "Schnellwarnsystem RAPEX" gefährliche Produkte, die in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auffällig geworden sind. In der 26. Wochenmeldung vom 02. Juli 2010 werden wieder Artikel gelistet, die im deutschen Handel erhältlich waren (und teilweise auch noch sind) oder Deutschland das Herkunftsland des beanstandeten Produktes ist: Formaldehydbelastete Spielesets in einer Holzbox - Marke "Lifetimes Games" (Meldeland: Deutschland, Herkunft: China), durch Bakterien mikrobiologisch verunreinigte Seifenblasen-Sets der deutschen Marke Simba (Meldeland: Italien, Herkunft: China), mit einem krebserregendem Azofarbstoff belastete Schals der Marke "Looking Good" (Meldeland: Deutschland, Herkunft: unbekannt) sowie Waschmaschinen von Miele, von denen eine Verbrennungs-/Verbrühungsgefahr ausgeht (Meldeland: Polen, Herkunft: Deutschland). Aufgrund "befremdender besonderer Umstände" verweisen wir zum letztgenannten RAPEX-Eintrag für weitere Details nur auf Artikel der Stiftung Warentest vom 25.06.10 » test.de und des "Verbraucherinformationssystem Bayern" vom 28.06.10 » vis.bayern.de. RAPEX-Meldungen werden durch die Kommission ausschließlich in englischer Sprache bereitgestellt, für deutsche Verbraucher gibt es hier auch einen Auszug in Deutsch:

» RAPEX Wochenmeldung 26. KW 2010 im PDF-Format

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