"Öffentlicher Warenrückruf" für Feuerwerksartikel von NICO

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)Üblicherweise wird bereits im Vorfeld eines Sylvestertages massiv vor Feuerwerkskörpern gewarnt. Sogar noch einen Tag vor dem Jahresabschluss 2011 warnten die Europäische Kommission sowie vereinzelt auch deutsche Behörden sehr konkret vor "besonders gefährlichen" » Feuerwerksbatterien. Dennoch kam es fast sechs Wochen später noch zu einem "Nachbrenner" (für "Spätzünder"?): Die NICO Feuerwerk GmbH aus Wuppertal schreibt in einem "öffentlichen Warenrückruf": "NICO Feuerwerk ruft den Artikel "The Great Nightsky Inferno" / Flagship" zurück. Aufgrund von vereinzelt fehlerhaften Abklebungen zwischen den ersten drei Batterien zur Fächerbatterie und von der Fächerbatterie zu den beiden letzten Batterien besteht die Gefahr einer unsachgemäßen Bedienung des Produkts, die zu einer vorzeitigen Zündung der Fächerbatterie führen kann. Dabei kann eine Gefährdung der Gesundheit nicht ausgeschlossen werden. Der oben genannte Artikel konnte vom 29. bis 31. Dezember 2011 in den Märkten der folgenden Handelshäuser erworben werden: BUDNI, EDEKA, hagebaumarkt, NETTO Supermarkt (Stavenhagen) und tegut. Die Kunden, die diesen Feuerwerksartikel erworben haben, werden gebeten, das Produkt in die jeweiligen Einzelhandelsmärkte zurückzubringen. Die Verbraucher erhalten selbstverständlich eine Kaufpreiserstattung. Verbraucherfragen beantwortet der NICO-Kundenservice unter der Rufnummer 0 41 54/9 89 34 20 oder unter der E-Mail-Adresse: info(at)nico-feuerwerk.de." Trotz der durch das Unternehmen betonten Öffentlichkeit des Warenrückrufs kann (erst) jetzt eine Meldung im » "Produktsicherheitsportal" der Bundesanstalt für Arbeitschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ausgemacht werden. Neben den Informationen des Unternehmens wird das Sicherheits-/ Gesundheitsrisiko wie folgt beschrieben: "Verbrennung, Verbrühung, Explosionsgefahr". Der Badischen Zeitung zufolge sind nach Angaben des Unternehmens 35.000 dieser Batterien vertrieben worden (und "nur" 70 Beschwerden eingegangen). Bereits in den ersten Januar-Tagen soll die Gefahr bekannt geworden sein.
» www.nico-feuerwerk.de | presseportal.de: » Direktlink zu weiteren Informationen im PDF-Format
Lesenswert: pz-news.de (Pforzheimer Zeitung): » "Böller-Firma bestätigt 70 Vorfälle"
badische-zeitung.de: » "Silvester-Aufrüstung beschäftigt Ärzte und Juristen"

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