BfR warnt vor Keimbelastung küchenfertiger Salatmischungen

Bundesinstitut für RisikobewertungMit Information Nr. 026/2010 warnt das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung vor hoher Keimbelastung in Sprossen und küchenfertigen Salatmischungen: "Frische Sprossen und küchenfertige Salatmischungen aus der Tüte, die Tage zuvor geschnitten, gewaschen und verpackt wurden, gehören zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Obwohl sie gekühlt aufbewahrt werden, besteht die Möglichkeit eines schnellen mikrobiellen Verderbs und die Gefahr der Kontamination mit krankmachenden Keimen wie Listerien, Salmonellen, E. coli-Bakterien oder Viren wie Noroviren oder Hepatitis A-Viren. Diese Keime können verschiedene Lebensmittelinfektionen in unterschiedlicher Schwere und mit unterschiedlichen Symptomen wie Übelkeit, Magenverstimmungen, blutigen Durchfällen oder Nierenfunktionsstörungen hervorrufen. BfR Warnung SalatmischungenSojasprossen oder Alfalfa sowie küchenfertige Mischungen aus Blattsalaten und Rohkost wie Weiß- oder Rotkohl und Möhren können damit zu einer Infektionsgefahr für den Menschen werden." Auch wenn aus Sicht des BfR die Gefahr von Erkrankungen durch den Verzehr belasteter Gemüsepflanzen relativ geringer ist als durch Lebensmittelinfektionen (insbesondere durch Geflügel- bzw. Schweinefleisch), rät das Institut, Sprossen und abgepackte Salatmischungen vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Das BfR hat den gesetzlichen Auftrag, über Risiken zu informieren, die Lebensmittel, Stoffe und Produkte für den Verbraucher bergen können. Auf der Internetseite sind zahlreiche Beiträge zu verschiedensten Risiken zu finden, deren Lektüre aufgrund vieler wissenschaftlicher Details jedoch schon ein besonderes Interesse erfordert.
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Antibiotika auch in Weinen aus Südafrika: Rückruf

Rotwein Verkaufsstopp Nach dem Fund von » Natamycin in Rotweinen aus Argentinien hat das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz nun auch belastete Weine aus Südafrika festgestellt. Aktuell beanstandet und aus dem Handel zurückgerufen wurden die Weine "W.O. Constantia, 2009, Shiraz Rosé, Suid-Afrika, Losnummer L14336-2" sowie "W.O. Constantia, 2009, Blanc de Noir, Suid-Afrika, Losnummer L14335-4". Nach Angaben des LUA ist Natamycin eine gegen Pilze und Hefen wirkende Substanz, die in der Lebensmittelherstellung unter der Bezeichnung E 235 als Konservierungsstoff auf der Oberfläche bestimmter Käsesorten und auf getrockneten sowie gepökelten Würsten zugelassen ist. Zugleich ist Natamycin auch ein Wirkstoff in bestimmten Humanarzneimitteln.
» lua.stk.rlp.de

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