Regierungspräsidium Darmstadt warnt vor Schlankheitsmittel

RP DA Warnung SchlankheitsmittelWas eigentlich einer länderübergreifenden Verbraucherwarnung bedürfte, veröffentlicht behördlicherseits (derzeit) augenscheinlich nur das Regierungspräsidium Darmstadt im Landesportal Hessen: Bei einer Überprüfung wurde in angeblich rein pflanzlichen Schlankheitsmitteln aus China und Indonesien der (nicht auf der Packung genannte) Wirkstoff » Sibutramin festgestellt. Amtliche Untersuchungen haben teilweise erhöhte Dosierungen des verschreibungspflichtigen Wirkstoffes bis zum doppelten der zugelassenen Dosis ergeben. Der Behörde zufolge handelt sich um die über das Internet vertriebenen Mittel „LAMI“, „Reduce Weight Fruta Planta“ und „La Jiao Shou Shen“, die alle in Kapselform angeboten werden. RP DA Warnung SchlankheitsmittelIn einer untersuchten Probe wurde als weiterer Wirkstoff » Phenolphthalein nachgewiesen, welcher früher als Abführmittel verwendet wurde, inzwischen aber wegen seiner möglicherweise krebserzeugenden Wirkung in Arzneimitteln keine Verwendung mehr findet. Die bekannten Nebenwirkungen von Sibutramin umfassen Beschwerden von Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Taubheitsgefühlen, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Der Stoff darf auf keinen Fall eingenommen werden bei Schilddrüsenüberfunktion, Angina pectoris, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Epilepsie, Herzrhythmusstörungen und Störungen der Leber- und Nierenfunktion oder bei paralleler Einnahme von Antidepressiva und Neuroleptika. "Nach Studien birgt Sibutramin vor allem für Herz-Kreislauf-Patienten ein deutlich erhöhtes Herzinfarkt-Risiko, eine US-Studie listet 34 Todesfälle durch den Arzneistoff auf", so die Behörde.
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BfR warnt vor Keimbelastung küchenfertiger Salatmischungen

Bundesinstitut für RisikobewertungMit Information Nr. 026/2010 warnt das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung vor hoher Keimbelastung in Sprossen und küchenfertigen Salatmischungen: "Frische Sprossen und küchenfertige Salatmischungen aus der Tüte, die Tage zuvor geschnitten, gewaschen und verpackt wurden, gehören zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Obwohl sie gekühlt aufbewahrt werden, besteht die Möglichkeit eines schnellen mikrobiellen Verderbs und die Gefahr der Kontamination mit krankmachenden Keimen wie Listerien, Salmonellen, E. coli-Bakterien oder Viren wie Noroviren oder Hepatitis A-Viren. Diese Keime können verschiedene Lebensmittelinfektionen in unterschiedlicher Schwere und mit unterschiedlichen Symptomen wie Übelkeit, Magenverstimmungen, blutigen Durchfällen oder Nierenfunktionsstörungen hervorrufen. BfR Warnung SalatmischungenSojasprossen oder Alfalfa sowie küchenfertige Mischungen aus Blattsalaten und Rohkost wie Weiß- oder Rotkohl und Möhren können damit zu einer Infektionsgefahr für den Menschen werden." Auch wenn aus Sicht des BfR die Gefahr von Erkrankungen durch den Verzehr belasteter Gemüsepflanzen relativ geringer ist als durch Lebensmittelinfektionen (insbesondere durch Geflügel- bzw. Schweinefleisch), rät das Institut, Sprossen und abgepackte Salatmischungen vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Das BfR hat den gesetzlichen Auftrag, über Risiken zu informieren, die Lebensmittel, Stoffe und Produkte für den Verbraucher bergen können. Auf der Internetseite sind zahlreiche Beiträge zu verschiedensten Risiken zu finden, deren Lektüre aufgrund vieler wissenschaftlicher Details jedoch schon ein besonderes Interesse erfordert.
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