Hessen: Verzehrwarnung für türkischen Rhododendron-Honig

HMUELV Warnung HonigHessens Bürger sind gut informiert. Das Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Wiesbaden) warnt vor dem Verzehr von im Raum der türkischen Schwarzmeerküste gewonnenem Rhododendron-Honig (» "Pontischer Honig"). Dieser kann Pflanzenstoffe aus Blüten, Blättern und Pollen von Rhododendron enthalten, die beim Menschen zu Vergiftungserscheinungen führen. In den Honig würden die giftigen Pflanzenstoffe über die Pollen sammelnden Bienen gelangen, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums. Die amtliche Lebensmittelüberwachung in Hessen wurde von einem Arzt aus Südhessen darüber informiert, dass wiederholt Patienten nach dem Genuss von Honig aus dem Bereich der türkischen Schwarzmeerküste über Bewusstseinsstörungen klagten. Das Hessische Landeslabor stellte in einer Honigprobe, die der Arzt zur Verfügung gestellt hatte, einen hohen Gehalt des giftigen Pflanzenstoffes Grayanotoxin fest. Das um eine gesundheitliche Bewertung gebetene Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kam zu dem Schluss, dass bereits der Verzehr von kleinen Aufnahmemengen dieser Honige (z. Bsp. 5 Gramm) aufgrund der möglicherweise enthaltenen Grayanotoxine zu Vergiftungserscheinungen und gesundheitlichen Problemen wie Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel, vermehrten Speichelfluss und Hautirritationen führen. Wikipedia schreibt auch von möglichen Halluzinationen.
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Regierungspräsidium Darmstadt warnt vor Schlankheitsmittel

RP DA Warnung SchlankheitsmittelWas eigentlich einer länderübergreifenden Verbraucherwarnung bedürfte, veröffentlicht behördlicherseits (derzeit) augenscheinlich nur das Regierungspräsidium Darmstadt im Landesportal Hessen: Bei einer Überprüfung wurde in angeblich rein pflanzlichen Schlankheitsmitteln aus China und Indonesien der (nicht auf der Packung genannte) Wirkstoff » Sibutramin festgestellt. Amtliche Untersuchungen haben teilweise erhöhte Dosierungen des verschreibungspflichtigen Wirkstoffes bis zum doppelten der zugelassenen Dosis ergeben. Der Behörde zufolge handelt sich um die über das Internet vertriebenen Mittel „LAMI“, „Reduce Weight Fruta Planta“ und „La Jiao Shou Shen“, die alle in Kapselform angeboten werden. RP DA Warnung SchlankheitsmittelIn einer untersuchten Probe wurde als weiterer Wirkstoff » Phenolphthalein nachgewiesen, welcher früher als Abführmittel verwendet wurde, inzwischen aber wegen seiner möglicherweise krebserzeugenden Wirkung in Arzneimitteln keine Verwendung mehr findet. Die bekannten Nebenwirkungen von Sibutramin umfassen Beschwerden von Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Taubheitsgefühlen, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Der Stoff darf auf keinen Fall eingenommen werden bei Schilddrüsenüberfunktion, Angina pectoris, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Epilepsie, Herzrhythmusstörungen und Störungen der Leber- und Nierenfunktion oder bei paralleler Einnahme von Antidepressiva und Neuroleptika. "Nach Studien birgt Sibutramin vor allem für Herz-Kreislauf-Patienten ein deutlich erhöhtes Herzinfarkt-Risiko, eine US-Studie listet 34 Todesfälle durch den Arzneistoff auf", so die Behörde.
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