Trendgetränk "Bubble Tea": Gesundheitsrisiko für Kleinkinder

Bundesinstitut für RisikobewertungDerzeit "in aller Munde": Hoffentlich nicht bei Kleinkindern! Das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sowie auch andere Institutionen und Medien warnen derzeit massiv vor dem Trendgetränk "Bubble Tea": Die Behörde in ihrer aktuellen Pressemitteilung: "Gesundheitsrisiko für Kleinkinder | Stärkekugeln können in die Atemwege gelangen und die Atmung blockieren Bubble Tea hat sich zu einem Trendgetränk entwickelt, das vor allem bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt ist. Das bunte Getränk besteht aus gesüßtem grünen oder schwarzen Tee und wird mit Milch und Fruchtsirup versetzt. Als Besonderheit werden dem Getränk Kügelchen (Bubbles) aus Stärke zugesetzt, die mit einer süßen Flüssigkeit gefüllt sind. Bubble Tea wird mit einem breiten Strohhalm getrunken, durch den auch die Bubbles in den Mund gesaugt werden." Das Amt weist darauf hin beziehungsweise warnt davor, dass Bubbles in die Atemwege und somit auch in die Lunge eindringen können. Die Behördenleitung macht deutlich: "Insbesondere bei Kindern bis zum Alter von vier Jahren besteht die Gefahr, dass sie versehentlich Fremdkörper in die Lunge verschlucken. Und genau das kann passieren, wenn Bubbles mit einem Strohhalm eingesaugt werden.“ Daher empfiehlt das BfR, dass beim Verkauf von Bubble Tea deutlich sichtbar auf dieses Gesundheitsrisiko hingewiesen wird. Bubbles sind etwa 10 bis 15 mm groß, haben eine elastisch-weiche Konsistenz und sind mit einer Flüssigkeit gefüllt. Das Institut erklärt: "Werden diese in die Lunge verschluckt, spricht man von » "Aspiration". Dazu Wikipedia: "Die wichtigste und fatalste Komplikation - gerade bei Kindern, wegen der noch kleinen Luftwege - ist das Ersticken (d. h. Lebensgefahr!). Verbleibt der Fremdkörper oder das Aspirat in der Lunge, so kann dies eine Lungenentzündung nach sich ziehen."
» www.bfr.bund.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: test.de: » "Bubble Tea: Auch Ministerin Aigner sieht Gefahr" sowie » "Bubble Tea: Dickmacher aus Fernost"

NRW entdeckt weiteren Wodka mit überhöhtem Methanolgehalt

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und  Verbraucherschutz NRW Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf) teilt mit, dass im Lande eine weitere Wodka-Sorte mit einem stark überhöhten Gehalt an » Methanol entdeckt worden ist. Im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland ist in einem Wodka mit der Bezeichnung "Diamond Vodka Original Latvian vodka destilled from grain spirit 37,5% Vol." ein Methanolgehalt von 14,2 g/l Wodka ermittelt worden, obwohl der Grenzwert bei 0,0375 g/l liegt (Wodka mit 37,5 % vol. Alkohol).  Das Ministerium weist darauf hin, dass Methanolvergiftungen gefährlich sind und es eine harmlose Dosis nicht gibt. NRW Warnung Diamond Vodka Original Latvian vodkaDie Methanolaufnahme kann zur Erblindung führen oder sogar tödlich wirken. Die ersten Symptome zeigen sich wie ein gewöhnlicher Rausch, schwere Symptome können schon kurze Zeit später einsetzen. Da eine Methanolvergiftung nur durch einen Arzt festgestellt werden kann, sind Betroffene im Verdachtsfall sofort in ein Krankenhaus zu bringen. Das Internetportal "lebensmittelwarnung.de" meldet eine mögliche Betroffenheit von VerbraucherInnen auch in Bayern, Hamburg und Schleswig-Holstein (Bildquelle: umwelt.nrw.de). Methanol auch in anderen Wodkas? Schauen Sie » hier.
» www.umwelt.nrw.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

NRW Warnung Diamond Vodka Update vom 23.02.2017: Rund 5 Jahre später warnt das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium erneut vor dem Verzehr von gepanschtem "Diamond Vodka". ErmittlerInnen des Zollfahndungsamtes Essen stellten über 1.000 Flaschen sicher; Untersuchungen haben ergeben, dass diese einen Gehalt von 15 Gramm Methanol/Liter enthalten und somit der erlaubte Grenzwert um das 400-fache überstiegen wird. Mindestens 350 Flaschen "Diamond Vodka" sind seit Oktober 2016 mutmaßlich "schwarz" verkauft worden (Bildquelle: umwelt.nrw.de | bearb.).
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