VERZEHRWARNUNG: Toxinbildende Escherichia coli in Roquefort Société Scheibenkäse von NETTO

Eine Produktabbildung ist nicht verfügbarDie Lactalis Deutschland GmbH (Kehl/BW), Teil des französischen Lactalis-Konzerns (weltweit größter Hersteller von Molkereiprodukten), weist über die Internetseite der Netto Marken-Discount AG & Co. KG (Stammsitz: Maxhütte-Haidhof/BY) auf den Rückruf eines Roquefort-Käse hin. Grund: "Anlässlich einer Kontrolle wurden in diesem Produkt toxinbildende » Escherichia coli nachgewiesen." Zurückgerufen wird folgendes Selbstbedienungsprodukt: "Roquefort Société Scheibe - Selbstbedienung" mit dem Stückgewicht von 100 g, dem "M.H.D. 15/07/2017 - T016B", dem "Identitätskennzeichen: FR 12.203.018 CE" und der "Art.-Nr.: 99952". Der Käse war seit dem 01.02.2017 auf dem Markt bzw. bei Netto erhältlich, offensichtlich bundesweit. VerbraucherInnen, die dieses Produkt gekauft haben, werden gebeten, es nicht zu verzehren und zu entsorgen oder an das Einkaufsgeschäft zurückzubringen; Angaben zur Kompensation erfolgen in der Mitteilung nicht, in der Regel ist aber - auch ohne Vorlage des Kassenbons - eine Erstattung des Kaufpreises üblich. Fragen werden unter der Rufnummer 0 78 51/94 38 13 (werktags) beantwortet. Lactalis: "Diese Escherichia coli können innerhalb einer Woche nach dem Verzehr von kontaminierten Produkten zu Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen, mit oder ohne Fieber, führen. Anbieter informiert verbraucherfreundlich!VerbraucherInnen, die das beschriebene Produkt verzehrt haben und an den beschriebenen Symptomen leiden, werden gebeten, unverzüglich ihren Arzt zu konsultieren und auf den Verzehr des Produkts sowie Einkaufsort und Datum hinzuweisen." 
» www.lactalis.de | » www.netto-online.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

Update vom 27.03.2017: Keine 72 Stunden später veröffentlichen auch die für den gesundheitlichen Verbraucherschutz in Deutschland verantwortlichen Behörden die Pressemitteilung des Herstellers. Für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen ist (zumindest derzeit) noch keine Betroffenheit feststellbar, obwohl weder Netto noch Lactalis eine regionale Einschränkung gemacht haben. Eine Produktabbildung ist auch weiterhin nicht verfügbar.
» www.lebensmittelwarnung.de

GEFÄHRLICH! Ministerium warnt vor vermutlich giftbelastetem RED SNAPPER- Fischfilet

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Mit einer Pressemitteilung warnt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (München/BY) vor dem Verzehr zweier Chargen vietnamesischen » "Red Snapper"-Fischfilets. Die tiefgekühlte Ware, deren Vertriebswege in Deutschland derzeit ermittelt werden, steht in Verdacht, mit » Algentoxinen belastet zu sein - diese können bereits ab 0,1 Mikrogramm Toxin pro Kilogramm Fisch zu Vergiftungen führen. Betroffen sind nach aktuellem Kenntnisstand: "Red Snapper - Fischfilet aus Vietnam tiefgefroren, Fanggebiet Westpazifik FAO 71, Filetgröße 170 bis 230 g/Stück" mit den beiden Losnummern "Lot: VN/385/III/122, Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bei -18 Grad Celsius: Ende 2018" und "Lot: VN/385/III/124, MHD bei -18 Grad Celsius: 16.07.2018". Lutjanus malabaricus | Roter Schnapper / Red Snapper Nach Angaben des Minsteriums hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit "LGL" (Erlangen/BY) für Fragen unter der Rufnummer 0 91 31/68 08 51 01 eine Hotline geschaltet; der jeweils aktuelle Sachstand zu den laufenden Ermittlungen soll auf der Homepage des Landesamtes (Link s. u.) abrufbar sein. Das Ministerium ergänzt: "Nach aktuellem Kenntnisstand sind in verschiedenen Teilen Bayerns 11 Erkrankungsfälle nach dem Verzehr von Red Snapper ... aufgetreten. Die Krankheitssymptome lassen auf eine » Ciguatera-Vergiftung durch Algentoxine schließen". Bei » Ciguatera handelt es sich nach Angaben der freien Online-Enzyklopädie "Wikipedia" um die häufigste Art einer Fischvergiftung. "Nach 1-24 Stunden (meist fünf bis sechs Stunden) entwickeln sich Hautausschläge, Taubheitsgefühl in Lippen- und Mundschleimhaut, Diarrhöe, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Die Beschwerden, teilweise mit charakteristischen neurologischen Symptomen (...), können oft über Wochen anhalten" (Bildquelle: www.wikipedia.de > Gemeinfrei | FishBase / Robbie Cada).
» www.stmuv.bayern.de | » www.lgl.bayern.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: idw-online (Beitrag der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg):
» "Kälteschmerz nach Fischgenuss: Mechanismus der Überempfindlichkeit bei Ciguatoxin-Vergiftung"

Update vom 22.03.2017: Nachdem jetzt das amtliche Portal der Bundesländer und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit » "lebensmittelwarnung.de" die Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz veröffentlicht hat, signalisieren (zumindest derzeit) insgesamt 13 weitere Bundesländer ihre Betroffenheit.

Update vom 23.03.2017: Jetzt haben auch die beiden noch ausstehenden Bundesländer Brandenburg und Baden-Württemberg ihre Betroffenheit realisiert. Somit kann jetzt von einem bundesweiten Vertrieb der Red Snapper-Fischfilets ausgegangen werden. Bei den in Bayern belieferten Kunden der Losnummer Lot: VN/385/III/124 handelt es sich gemäß der vorliegenden Lieferlisten überwiegend um Gastronomiebetriebe; für die anderen 15 Bundesländer ist der Verbleib noch unklar.
» www.lebensmittelwarnung.de

Update vom 24.03.2017: Einem Medienbericht zufolge "ist der offenbar für mehrere Erkrankungsfälle in Deutschland verantwortliche Tiefkühlfisch aus Vietnam über eine Firma in Schleswig-Holstein in den Handel gelangt. Die Ware sei von einem dänischen Importeur in die EU eingeführt und an das Unternehmen mit Sitz in Kiel verkauft worden, teilte das Landesumweltministerium am Freitag mit. Die Firma habe das Red-Snapper-Fischfilet mit Fanggebiet Westpazifik FAO 71 sowie den Losnummern VN/385/III/122 und -124 aus Dänemark in ein Hamburger Lager bringen lassen. Von dort aus habe die Firma damit fast bundesweit hauptsächlich Gastrobetriebe wie Restaurants, Kantinen oder Kreuzfahrtschiffe beliefert. Auch nach Dänemark, Österreich, Tschechien, Polen und in die Niederlande sei der Fisch gebracht worden" (Quelle: » focus.de).

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