´Sensorische Abweichung´: DM-DROGERIE nimmt vorsorglich DMBIO Sojadrink aus dem Verkauf

DM Rückruf DMBIO Sojadrink CalciumDer europaweite "Primus der Drogeriebranche", die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG (Hauptsitz: Karlsruhe/BW) mit rund 1.700 dm-Märkten in Deutschland, nimmt vorsorglich ein Sojagetränk ihres Bio-Sortimentes aus dem Verkauf. Grund: "In vereinzelten Packungen des Produkts (...) wurde eine sensorische Abweichung festgestellt, die auf eine mikrobielle Abweichung zurückzuführen ist. Hierdurch kann sich die Konsistenz des Produktes stark verändern, was sich z. Bsp. durch eine Aus­flockung oder Phasen­trennung zeigt." Betroffen ist das Produkt "dmBio Sojadrink Calcium" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) "18.01.2019" (auf der Oberseite neben dem Drehverschluss zu erkennen), das - ohne regionale Einschränkung - offensichtlich bundesweit in allen dm-Filialen erhältlich war. Da nicht mit vollkommener Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass weitere Packungen mit diesem MHD hiervon betroffen sein können, hat dm die gesamte Charge vorsorglich aus dem Verkauf genommen. KundInnen, die das Produkt mit dem genannten MHD erworben haben, können es ungeöffnet oder bereits angebrochen gegen Kaufpreiserstattung in einen der dm-Märkte zurückbringen; für Fragen ist die gebührenfreie Service-Rufnummer 08 00 / 3 65 86 33 (Mo-Sa: 8-20 Uhr) erreichbar.Anbieter informiert verbraucherfreundlich! dm: "Die Qualität und Sicherheit unserer Produkte hat für uns höchste Priorität. Wir bedauern den Vorfall und entschuldigen uns bei allen Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten."  (Bildquelle: dm-drogerie markt GmbH + Co. KG).
» www.dm.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

 

Beispielhafter Aushang einer Verbraucherinformation
in der dm-Filiale, Friedrich-Ebert-Straße 145-147, 48153 Münster

DM DROGERIE-MARKT Beispielhafter Aushang einer VerbraucherinformationDer Aushang hängt in Augenhöhe an jeder Kasse,
unmittelbar vor dem Kundenmagazin

 

Hintergrund: Eine durch produktrueckrufe.de durchgeführte (nicht repräsentative) Erhebung hat ergeben, dass nur jedes fünfte Handelsunternehmen bei einer Rückrufaktion entsprechende Verbraucherinformationen aushängt und/oder so platziert, dass sie auch wahrgenommen werden können.

METAX ruft NEPHEA-Diätnahrung für Säuglinge zurück: Keim ´Cronobacter sakazakii´ nicht auszuschließen

METAX Rückruf NEPHEA INFANT Diätnahrung Die metaX Institut für Diätetik GmbH (Friedberg/HE) ruft "aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes und in Abstimmung mit der zuständigen Lebensmittelbehörde" zwei Lebensmittel zum Diätmanagement bei chronischer Nierenerkrankung von Säuglingen im 1. Lebensjahr  zurück: Bei der Routinekontrolle der Rohstoffe wurde in einem der Rohstoffe der Keim » „Cronobacter sakazakii“ gefunden; bei folgenden "metaX"-Produkten kann somit die Keimfreiheit "nicht mit vollständiger Sicherheit ausgeschlossen werden": "nephea Infant" mit den beiden Chargennummern (MHD): N/8016-INF (16.01.2019) und N/8038-INF (07.02.2019) sowie "nepheaHD Infant" mit der Chargennummer (MHD): NHD/8061-INF (02.03.2019) - siehe Dosenboden. KundInnen werden gebeten, die beschriebenen Produkte nicht mehr zu verwenden und in die Bezugs-Apotheke bzw. die betreuende Klinik zurückzubringen oder unfrei an die folgende Adresse zu senden: metaX Institut für Diätetik GmbH - Vertriebszentrum Burgheim -, Kreuterstrasse 14 in 86666 Burgheim/Straß. Bei Rückfragen stehen das Unternehmen wie folgt zur Verfügung: 00 80 00/9 96 38 29 (gebührenfrei - Mo-Fr: 9-17 Uhr) oder per E-Mail: info(at)metax.org; ein "Notfall-Telefon" ist unter 0 60 31/1 66 72 22 erreichbar. metaX versichert: "Im Rahmen der Qualitätsuntersuchungen (...) wurden die Chargen mikrobiologisch untersucht und die Qualitätsanforderungen für Säuglingsanfangsnahrung wurden bestätigt (...) Bei dem Rückruf handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutze der Säuglinge". Auch weist das Unternehmen darauf hin, das andere Produkte nicht betroffen sind; der Vorfall wird bedauert und man entschuldigt sich bei allen Betroffenen für entstandene Unannehmlichkeiten! Anbieter informiert verbraucherfreundlich!"Säuglinge mit einem Geburtsgewicht unter 2.500 g und immunologisch schwache Säuglinge könnten z. B. an einer Darmentzündung oder anderen Infektionen erkranken" (Bildquelle: metaX Institut für Diätetik GmbH).
» www.metax.org | » Weitere Informationen im PDF-Format

 


Update zur Verdeutlichung des » "Freitagsproblems"
(hier: Donnerstag vor Karfreitag/Osterwochenende)


Die Spezialnahrung gibt es in allen deutschen Bundesländern; in der Verbraucherinformation von metaX erfolgt hinsichtlich einer Betroffenheit keinerlei regionale Einschränkung.

Stand: (Kar-)Fr, 30.03.2018 - 23:50 Uhr:
24 Stunden nach der Erstveröffentlichung auf "lebensmittelwarnung.de" (Do, ) werden nur 6 Bundesländer (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen) als betroffen gemeldet. Mögliche Folgen: VerbraucherInnen, die sich ausschließlich Warnungen für ihr Bundesland anzeigen lassen (bspw. durch spezifische » Lesezeichen oder » RSS-Feeds), erhalten u. U. keine oder verspätete Kenntnis von Warnungen; auch besteht die Gefahr, dass Medien unvollständige Angaben in ihre Berichterstattung übernehmen und somit in nicht aufgeführten Bundesländern u. U. eine falsche Sicherheit vermitteln.

Stand: Sa, 31.03.2018 - 23:50 Uhr:
Auch 48 Stunden später gibt es - trotz des erheblichen Gefahrenpotenzials für gefährdete Säuglinge (» "Darmentzündung oder andere Infektionen", d. h. gem. Wikipedia auch: » Blutvergiftung, » Hirnhautentzündung) - keine weitere Landesbehörde, welche die Warnung des Herstellers für ihr Bundesland verbreitet.

Stand: (Oster-)So, 01.04.2018 - 23:50 Uhr:
72 Stunden später: Weitere "Untätigkeit".

Stand: (Oster-)Mo, 02.04.2018 - 23:50 Uhr:
Tag 4 nach Verkündung der "vorbeugenden Rückrufaktion" durch den Hersteller: Keine Änderung zum Vortag! Und wieder einmal mehr wird deutlich, dass es in zahlreichen Bundesländern an "dienstfreien" Tagen keinerlei Bereitschaftsdienst gibt, der eine (auch noch so gefahrenträchtige) Lebensmittelwarnung für seinen regionalen Zuständigkeits-/Verantwortungsbereich prüft und umsetzt.
Lesenswert: foodwatch.org: » "lebensmittelwarnung.de (...) gescheitert"

Stand: Di, 03.04.2018 - 12:30 Uhr:
Tag 5: Im Laufe des heutigen Morgens haben auch folgende Bundesländer eine Warnung einrichten können: Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Schleswig-Holstein. Es warnen nach wie vor nicht: Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt.

Stand: Mi, 04.04.2018 - 12:30 Uhr:
Tag 6: Es warnen nach wie vor nicht: Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt.

Stand: Do, 05.04.2018 - 12:30 Uhr:
Tag 7: Keine Änderung zum Vortag.

Stand: Fr, 06.04.2018 - 12:30 Uhr:
Tag 8: Keinerlei Veränderung.

Stand: Sa, 07.04.2018 - 12:30 Uhr:
Tag 9: Keinerlei Veränderung.

Stand: So, 08.04.2018 - 12:30 Uhr:
Tag 10: Keinerlei Veränderung.

Stand: Mo, 09.04.2018 - 12:30 Uhr:
Tag 11: Auch heute keinerlei Veränderung, obwohl es bereits am 29.04. die Bestätigung gab, dass das Produkt bundesweit in Apotheken angeboten werde.

Stand: Di, 10.04.2018 - 12:30 Uhr:
Tag 12: Trotz bundesweit gewesener Verfügbarkeit keine weiteren Aktivitäten. Ab sofort erfolgt eine Aktualisierung nur, wenn sich eines der fehlenden vier Bundesländer (Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt) noch für eine Verbraucherwarnung entscheidet.

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