Lebensmittelwarnung zu mit Plastik verunreinigten Milch-Nuss-Schokoladenbuchstaben von HEMA

HEMA Rückruf SchokoladenbuchstabenNachdem die niederländische "Nederlandse Voedsel- en Warenautoriteit" (NVWA) bereits » vor fast drei Wochen einen Rückruf von Schokoladenbuchstaben aus dem Sortiment des niederländischen Discounters Hema B.V. (Deutschlandsitz: Essen/NW) meldete und dieser Rückruf in den Niederlanden » vor rund zwei Wochen ausgeweitet wurde, kommt es nun (endlich) auch hierzulande zu einer behördlichen und damit richtig öffentlichen Meldung: In den Buchstaben können Plastikstückchen enthalten sein, die beim Verzehr zu Verletzungen führen können. Betroffen sind die zwanzig HEMA Milch-Nuss-Schokoladenbuchstaben A, B, C, D, E, F, G, H, J, K, L, M, N, O, P, R, S, T, V und W in der 160 g-Packung mit Artikelnummern von 10035000 bis 10035019. Verkauft wurden die Süßwaren in Hema-Filialen, offensichtlich ohne jegliche regionale Einschränkung (d. h. bundesweit). Kundinnen, die (noch) Milch-Nuss-Schokoladenbuchstaben besitzen, werden gebeten, diese nicht zu verzehren, sondern in einer der Filialen des Unternehmens zurückzugeben, wo der Kaufbetrag selbstverständlich erstattet wird. Für weitere Informationen können sich KundInnen unter der kostenpflichtigen Rufnummer 0 18 02/43 62 33 (Festnetz: 6 Cent/Anruf, Mobil: max. 42 Cent/Minute) an den Kundenservice wenden. Es wird versichert: "Alle anderen Schokoladenbuchstaben von HEMA sind qualitativ einwandfrei und können gefahrlos verzehrt werden." Man entschuldigt sich für eventuelle Unannehmlichkeiten und bringt zum Ausdruck, dass man von dem Lieferanten "sehr enttäuscht" sei. Abhängig von Größe und Beschaffenheit können Fremdkörper aus Kunststoff eine Schnitt-/Stichgefahr darstellen sowie beim Verschlucken Atemnot verursachen; dabei ist auch Erstickungsgefahr nicht vollends auszuschließen (Bildquelle: lebensmittelwarnung.de / HEMA GmbH & Co. KG Deutschland).
» www.hemashop.com | » Weitere Informationen im PDF-Format

CAMPOFRIO informiert: Potenzielle SALMONELLEN-Kontamination bestimmter Chargen AOSTE Kernschinken

CAMPOFRIO Rückruf AOSTE Kernschinken Flämische Art Im Rahmen des vorsorglichen Verbraucherschutzes ruft die Firma Campofrio Food Group Deutschland GmbH (Ratingen/NW), eigenen Angaben zufolge eines der führenden fleischverarbeitenden Unternehmen in Europa, ein Kernschinken nach flämischer Art zurück. Der Hersteller zum Grund des Rückrufs: "Einer unserer Lieferanten hat uns über eine potentielle » Salmonellen-Kontamination bestimmter Chargen Schweinefleisch informiert." Betroffen ist das Produkt "Aoste Kernschinken 80 g" (» EAN 5411328079145) mit den MHD’s (Chargennummern): 13.12.2018 (4073), 17.12.2018 (4076), 20.12.2018 (4079), 26.12.2018 (4084) und 03.01.2019 (4091). Die Produkte wurden über unterschiedliche Handelsketten deutschlandweit vermarktet. Die Campofrio Food Group Deutschland: "Bitte stoppen Sie den Verzehr der Produkte unverzüglich." EndverbraucherInnen erhalten gegen Zusendung des Produktfotos inklusive Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer sowie Angabe der Bankdaten den UVP Preis erstattet > kontakt(at)campofriofg.com. Für Fragen wird die Rufnummer 0 21 02/8 75 40 (Mo.-Fr.: 9-16 Uhr) benannt. Ein Ausdruck des Bedauerns für entstehende Unannehmlichkeiten gibt es in der Pressemitteilung genauso wenig wie einen Hinweis auf die Gefahren einer Salmonellenvergiftung; auch auf der Internetseite von Aoste gibt es (zumindest derzeit) noch keinen Hinweis auf die Rückrufaktion. Wissenswert: Im Nachbarland Belgien gibt es bereits seit dem 01.12. eine gravierende Anzahl an Rückrufaktionen von Salami- und Schinken-Produkten, die mit Salmonellen verunreinigt sind (mehr dazu siehe » Agence fédérale pour la sécurité de la chaîne alimentaire "AFSCA"); eine Ausdehnung auf Deutschland war somit irgenndwie absehbar. Salmonellen können Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen auslösen sowie bei Senioren und immungeschwächten Personen schwerste Erkrankungen hervorrufen, die unter Umständen auch lebensbedrohlich sind (Bildquelle: Campofrio Food Group Deutschland GmbH).
» www.cfgdeutschland.de | » www.aoste.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

 


Update zur Verdeutlichung des "Freitagsproblems" der Behörden


Die Campofrio Food Group Deutschland GmbH erklärt in der Pressemitteilung vom 07.12.2018 unmissverständlich: "Die Produkte wurden über unterschiedliche Handelsketten deutschlandweit vermarktet." Aufgrund dessen ist für alle Bundesländer eine deutliche Warnung erforderlich.

Stand: Sa, 08.12.2018 - 19:00 Uhr:
24 Stunden nach der Veröffentlichung durch Campofrio sind im amtlichen Portal "lebensmittelwarnung.de" nur Meldungen der sechs Bundesländer Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein festzustellen. Solche unvollständigen Angaben führen seit Einführung des Portals "lebensmittelwarnung.de" (21.10.2011) immer wieder dazu, dass in nicht aufgelisteten Bundesländern keine und/oder in überregionalen Medien eine unvollständige Berichterstattung erfolgt.

Stand: So, 09.12.2018 - 19:00 Uhr:
Am 2. Tag (Sonntag) meldet auch die Dienstbereitschaft des Saarlandes eine Betroffenheit des kleinen Bundeslandes. Es fehlen somit noch die neun Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Stand: Mo, 10.12.2018 - 19:00 Uhr:
Auch am Tag 3 nach der Bekanntmachung des bundesweiten Rückrufs gibt es immer noch Defizite bei den amtlichen Meldungen. Zwar sind im Laufe des heutigen Tages die vier Länder Berlin, Brandenburg, Hamburg und Sachsen-Anhalt verzögert ihrer Verantwortung nachgekommen, es fehlen aber nach wie vor Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Thüringen.

Stand: Di, 11.12.2018 - 19:00 Uhr:
Tag 4: Unverständlicherweise keine Veränderung zum Vortag. Wie beschrieben: "Die Produkte wurden über unterschiedliche Handelsketten deutschlandweit vermarktet."

Stand: Mi, 12.12.2018 - 19:00 Uhr:
Tag 5: Keinerlei Veränderung.

Stand: Do, 13.12.2018 - 19:00 Uhr:
Tag 6: Keinerlei Veränderung.

Stand: Fr, 14.12.2018 - 19:00 Uhr:
Tag 7: Keinerlei Veränderung.

Stand: Sa, 15.12.2018 - 19:00 Uhr:
Tag 8: Keinerlei Veränderung.

Stand: So, 16.12.2018 - 19:00 Uhr:
Tag 9: Keinerlei Veränderung.

Stand: Mo, 17.12.2018 - 19:00 Uhr:
Unglaublich! Erst am 10. Tag melden nun auch die zuständigen Stellen/Personen der vier bislang säumigen Bundesländer Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Thüringen ihre Betroffenheit. Es fehlt nach wie vor: Bremen.

Stand: Di, 18.12.2018 - 19:00 Uhr:
Geschlagene 11 Tage benötigte die für die Pflege des Portals "lebensmittelwarnung.de" verantwortliche Stelle/Person des Bundeslandes Bremen für die Feststellung und Erklärung einer Betroffenheit. Obwohl, wie Eingangs beschrieben, der Hersteller eindeutig erklärt hat: "Die Produkte wurden über unterschiedliche Handelsketten deutschlandweit vermarktet."


Obwohl das vorstehend beschriebene "Freitagsproblem" einer tlw. erheblich verzögerten Feststellung von Betroffenheiten bereits mehrfach vorgetragen wurde und mit minimalstem Aufwand vollständig gelöst werden könnte, ändert sich an der behördlichen Arbeits-/Vorgehensweise praktisch nichts.


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