Der Spuk geht weiter: Parasitengift FIPRONIL in Eiern im Landkreis Vechta entdeckt

Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NI Das niedersächsische Verbraucherschutzministerium (Hannover/NI) gibt per Pressemitteilung bekannt, "dass bei amtlichen Untersuchungen von Eiern im Niedersächsischen Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (LAVES) die Substanz » Fipronil über dem zulässigen Rückstandshöchstgehalt nachgewiesen wurde. Es handelt sich um Eier eines Bio-Legehennenbetriebes aus den Niederlanden, die in einer Packstelle im Landkreis Vechta beprobt wurden. Die festgestellten Gehalte liegen bei 0,014; 0,019 und 0,007 mg/kg Fipronil. Der zulässige Höchstgehalt (...) liegt bei 0,005mg/kg. Auf Grund der nachgewiesenen Höchstgehaltsüberschreitung sind die Eier nicht verkehrsfähig und werden vom Markt genommen. Die zuständige Überwachungsbehörde kontrolliert die ordnungsgemäße Rückholung. Die niederländischen Behörden wurden unterrichtet. Im Jahr 2017 wurde bekannt, dass das Insektizid Fipronil illegal in Legehennenbetrieben zur Parasitenbekämpfung angewendet worden war. Es kam in erheblichem Umfang zum Rückruf von Eiern und Eiprodukten. Auf Grund des damaligen Geschehens wurde Fipronil in den Nationalen Rückstandskontrollplan (NRKP) aufgenommen. Im Zuge dieser Untersuchungen wurde nun die Belastung nachgewiesen." Interessant: Die grenznahe Tageszeitung "Grafschafter Nachrichten" (Nordhorn/NI) wusste bereits Anfang des Monats zu berichten, dass » "Erneut Fipronil auf Hof in Tilligte entdeckt" wurde; niederländische Medien hatten entsprechende Berichte schon Ende Mai veröffentlicht.
» www.ml.niedersachsen.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

Update vom 12.06.2018: Der Norddeutsche Rundfunk (Hamburg/HH) gibt eine Mitteilung des niedersächsischen Landwirtschaftsministerium (Hannover/NI) weiter, wonach vom 17. Mai bis zum 4. Juni insgesamt 97.200 Eier aus den Niederlanden an eine Packstelle im niedersächsischen Landkreis Vechta geliefert worden sind. Rund 73.000 Eier seien in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein in den Verkauf gelangt - die Stempelcodes der betroffenen Chargen sollen nach einer zweiten Untersuchung veröffentlicht werden. "Nach Einschätzung der Behörden besteht derzeit keine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher".
» www.ndr.de

2. Update vom 12.06.2018: "Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium gibt den Nummerncode für die mit Fipronil verunreinigten Eier aus den Niederlanden bekannt. Der Printcode lautet: 0-NL-4031002. Eine unabhängige Untersuchung eines zweiten Labors bestätigte heute die Verunreinigung mit Fipronil in 73.545 Eiern aus den Niederlanden. Zwei der drei Ergebnisse der Zweituntersuchung überschreiten auch bei Berücksichtigung der Messunsicherheit den festgelegten Höchstgehalt von 0,005mg/kg Fipronil. Das dritte Ergebnis überschreitet bei Berücksichtigung der Messunsicherheit den festgelegten Höchstgehalt nicht."
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Update vom 13.06.2018: Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium twittert, was bislang aus keiner Pressemitteilung hervorgeht: "#Fipronil: belastete #Eier aus dem Kreis Vechta landeten im Zentrallager von Aldi, Lidl und Penny. Keine #Gefahr für die #Gesundheit!"


 

Update vom 17.06.2018: Heute wird eine "Pressemeldung" des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (Düsseldorf/NW) bekannt, wonach auch aus einem konventionellen niederländischen Betrieb mit Fipronil belastete Eier nach Nordrhein-Westfalen gelangt sind. Betroffen sind circa 75.000 Eier mit dem Stempelaufdruck 1-NL-4050502. "Diese Eier wurden von Nordrhein-Westfalen aus über unterschiedliche Handelsketten sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland vermarktet."
» www.umwelt.nrw.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

Update vom 18.06.2018: Nachdem am 12.06.2018 beschrieben wurde, dass belastete Eier mit dem Stempelcode 0-NL-4031002 in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein in den Verkauf gelangt sind, schreibt nun das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz, dass diese Eier auch "nach Rheinland-Pfalz gelangt" sind.
» lua.rlp.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

Update vom 22.06.2018: Bis dato gibt es keine Meldung im amtlichen Portal "lebensmittelwarnung.de" (obwohl die Eier in mehrere Bundesländer geliefert wurden); auch das europäische Portal "RASFF" hält sich bedeckt (obwohl in der Vergangenheit schon Meldungen bei weitaus geringeren Belastungswerten ergingen). Von den behördlich benannten Handelsketten ist bislang keine öffentliche Rückrufaktion erkennbar (obwohl davon auszugehen ist, dass die Eier die "Zentrallager" verlassen und über die Filialen ihren Weg zu Endverbrauchern gefunden haben). "Nach Einschätzung der Behörden besteht derzeit keine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher" (obwohl Behörden das bei dem Parasitengift Fipronil so gut wie immer sagen).

Bei Zöliakie gefährlich: Als ´Glutenfrei´ deklarierte D´ANTELLI-Maispasta von ALDI NORD enthält doch Gluten

ALDI NORD Rückruf D´ANTELLI Maispasta "Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes" ruft der Discounter Aldi Nord (Stammsitz: Essen/NW) aus seinem Glutenfrei-Angebot verschiedene Sorten Maispasta öffentlich zurück. "Der Artikel ist als ´glutenfrei´ gekennzeichnet, bei Untersuchungen wurde aber festgestellt, dass relevante Mengen an » Gluten enthalten sein können", so der Discounter in seiner Pressemitteilung. Betroffen ist das Produkt "D'ANTELLI Maispasta, 500 g" in den Sorten Fusilli, Penne Rigate und Spaghetti des Lieferanten "S. Trade". Die Ware, die bereits aus dem Verkauf genommen wurde, ist ein Regionalartikel und wurde nur in den Aldi-Gesellschaften Großbeeren, Herten, Jarmen, Meitzendorf, Radevormwald, Rinteln, Scharbeutz, Werl und Weyhe gehandelt. Diese Gesellschaften betreiben Verkaufsstellen in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Welcher ALDI Gesellschaft die jeweilige Filiale angehört, kann auf der Internetseite von ALDI Nord unter der Rubrik "Filialen und Öffnungszeiten" überprüft werden. Das Produkt kann in allen Aldi Nord-Filialen zurückgegeben werden - der Kaufpreis wird vollständig zurückerstattet. Aldi erklärt:   "Bei Personen mit einer Glutenunverträglichkeit kann der Verzehr zu Anbieter informiert verbraucherfreundlich!Magen- und Darmbeschwerden führen" und versichert: "Personen ohne eine Glutenunverträglichkeit können den Artikel weiter bedenkenlos verzehren". Ausdrücklich werden entstandene Unannehmlichkeiten bedauert (Bildquelle: obs/Unternehmensgruppe ALDI Nord/ALDI Nord).
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