´Vorsorglicher Produktrückruf´ aufgrund des Nachweises von SALMONELLEN in SOCIÉTÉ Roquefort AOP aus Rohmilch

SOCIÉTÉ Rückruf Roquefort AOP Das amtliche Internetportal "lebensmittelwarnung.de" schiebt - zur Information von VerbraucherInnen in Deutschland - eine französischsprachige Information der französischen Käsemanufaktur "Société des caves" (Roquefort-sur-soulzon) durch, wonach einige Lose des namhaften » "Roquefort" (Blauschimmelkäse aus roher Schafmilch, in Höhlen gereift) mit » Salmonellen mikrobiologisch verunreinigt sind. Von dem auch in zahlreichen anderen Ländern verkauften Käse (» s. "RASFF"-System) ist hierzulande "Roquefort AOP" der Marke "SOCIÉTÉ" betroffen, der zwischen dem 9. Juli und 2. August 2019 in Portionen (a´ 25 g) und Scheiben (200 g) mit den Chargen-/Los-Nummern verkauft wurde: 3178B (MHD 15/09/19), 3170B (MHD 16/12/19) und 8171A (MHD 13/09/19); das aufgedruckte » Identitätskennzeichen lautet: FR 12.203.018 CE.

Verdächtige Lose wurden vorsorglich aus dem Handel genommen. Personen, die beschriebene Produkte besitzen, wird empfohlen, diese nicht zu konsumieren. Der Mitteilung zufolge steht das Unternehmen unter folgender gebührenfreier Nummer 08 00/12 01 20 (Mo.-Fr.: 8-18 Uhr) zur Verfügung. Die Société des Caves entschuldigt sich bei den Verbrauchern. Was Fragen aufwirft: Das Handelsunternehmen Rewe Markt GmbH (Zentrale: Köln/NW) informiert zumindest im "Pressebereich" seiner Internetseite darüber, dass der Importeur Lactalis (Deutschlandsitz: Kehl/BW) auch "SOCIETE Roquefort" zurückruft, der demnach wohl mit der "Füllmenge: 1/4 Laib" (EAN: 3023260001140) und dem MHD 17.11.2019 (in der amtlichen Warnung - zumindest derzeit - nicht benannt) durch Filialen der Handelskette verkauft worden ist. Nur hier wird VerbraucherInnen empfohlen, betroffene Ware zu entsorgen oder in das Einkaufsgeschäft zurückzubringen; nur hier steht auch die Firma Lactalis unter der Rufnummer 0 78 51/94 38 13 oder per E-Mail an lactalis.deutschland(at)lactalis.de für Fragen zur Verfügung. Anbieter informiert verbraucherfreundlich!Salmonellen können Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen auslösen sowie bei Senioren und immungeschwächten Personen schwerste Erkrankungen hervorrufen, die unter Umständen auch lebensbedrohlich sind (Bildquelle: Société des caves).
» www.roquefort-societe.com | » Weitere Informationen im PDF-Format
» www.rewe.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

Dass eine verantwortungsvolle Verbraucherschutzbehörde (sogar an einem Freitagnachmittag/-abend) in der Lage ist, (für einige Personen u. U. lebens-)wichtige Informationen sowohl in eine eigene Version um- als diese auch in typische Landessprachen zu übersetzen, am Beipiel des Eidgenössischen Büros für Konsumentenfragen "BFK" (Schweiz):
» Direktlink zu Informationen in deutscher Sprache
» Direktlink zu Informationen in französcher Sprache
» Direktlink zu Informationen in italienischer Sprache

Update vom 06.08.2019: "Salamitaktik" auch hier wieder und ... für den "Otto Normalbeobachter" von "lebensmittelwarnung.de" höchstwahrscheinlich nicht wahrnehmbar: Heute wird durch die Behörden eine Pressemitteilung der Lactalis Deutschland GmbH vom 02.08.2019 (!!!) - sogar in deutscher Sprache - verfügbar gemacht, wonach auch Roquefort mit folgenden Erkennungsmerkmalen betroffen ist: Art.-Nr. 135225 (100 g, MHD 27.10.2019, EAN 3023260001362), Art.-Nr. 89223 (200 g, MHD 16.12.2019 und 24.12.2019, EAN 3023260028703) sowie (von Rewe bereits bekannt > s. o.)  Art.-Nr.: 86339 (1/4 Laib, MHD 17.11.2019, EAN 3023260001140).
» www.lactalis.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

 


Update zur Verdeutlichung des "Freitagsproblems" der Behörden


Weder die Société des caves noch der Importeur Lactalis noch das Handelsunternehmen Rewe machen regionale Einschränkungen, weswegen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einer bundesweiten Betroffenheit auszugehen ist.

Stand: Sa, 03.08.2019 - 20:00 Uhr:
24 Stunden nach Veröffentlichung durch "lebensmittelwarnung.de" wird eine "Warnung" nur für die 11 Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen gemeldet. Die für den Betrieb des amtlichen Portals verantwortlichen Behörden der fünf Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben bislang nicht reagiert.

Stand: So, 04.08.2019 - 20:00 Uhr:
48 Stunden später: Wie zu erwarten war, gab es heute - trotz bestehender Gesundheitsgefahr (mit Lebensgefahr für bestimmte Personen-/Risikogruppen) - keine Änderungen.

Stand: Mo, 05.08.2019 - 20:00 Uhr:
72 Stunden später: Berlin hat heute (s)eine Betroffenheit bestätigt; die für die "Pflege" von "lebensmittelwarnung.de" verantwortlichen Personen/Dienststellen von Brandenburg, Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt blieben auch heute untätig. Auch ist nach wie vor keinerlei Ergänzung des Eintrages auf "lebensmittelwarnung.de" zur Rückrufinformation von Rewe / Lactalis erfolgt. Traurig oder gar beschämend, dass sich an der behördlichen Arbeits-/Vorgehensweise (seit 2011) praktisch nichts ändert.

Stand: Di, 06.08.2019 - 17:00 Uhr:
Tag 4: Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben heute ihre Betroffenheit bestätigt; es fehlt nach wie vor das Bundesland Brandenburg. Heute wurde auch eine weitere Rückrufinformation mit neuen Details verfügbar gemacht (s. o.). Weitere Updates erfolgen an dieser Stelle nicht.

Zusätzliche Informationen