Gesundheitsgefahr durch Schimmelpilz nicht auszuschließen: HACHEZ ruft weihnachtliche Fondantsterne zurück

HACHEZ Rückruf Fondantsterne Die Bremer HACHEZ Chocolade GmbH & Co. KG, Produzentin von Schokolade und Pralinen im gehobenen Segment (Wikipedia), ruft aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes Fondantsterne aus ihrem Weihnachtssortiment zurück. Das Unternehmen zum Grund des Rückrufs: "Es sind vereinzelt Produkte gefunden worden, die einen Schimmelpilzbefall aufweisen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese eine mögliche Gesundheitsgefahr darstellen." Betroffen ist der Artikel "HACHEZ Fondantsterne" im 100 g-Beutel (» EAN 4008155054837) ausschließlich mit der Chargennummer 406499 / dem MHD 15.07.2019 (alle Angaben sind auf dem rückseitig angebrachten Etikett aufgedruckt). Da keine Angaben zu Verkaufsstellen und -gebieten gemacht werden, ist offensichtlich von einer bundesweit gewesenen Verfügbarkeit auszugehen. Der Hersteller bittet Verbraucherinnen und Verbraucher, das Produkt nicht mehr zu verzehren. Um entstandenen Schaden schnell und unkompliziert zu ersetzen, wird gebeten, ein Foto der Verpackung, auf der die Charge sichtbar ist, mit eigener Anschrift per E-Mail an info(at)hachez.de einzusenden. Alternativ kann die Ware, geöffnet wie ungeöffnet, per Post an die Bremer HACHEZ Chocolade GmbH & Co. KG, Westerstraße 32 in 28199 Bremen gesendet werden. Das Unternehmen ersetzt selbstverständlich den Kaufpreis und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten; für Rückfragen kann die E-Mail-Adresse info(at)hachez.de kontaktiert werden. Gemäß Wikipedia können Schimmelpilzgifte » (= Mykotoxine) bei Menschen bereits in geringen Konzentrationen toxische Wirkungen zeigen. Anbieter informiert verbraucherfreundlich!Insbesondere können sie krebserregend wirken, das Zentralnervensystem, Immunsystem, Erbgut und/oder die Leibesfrucht schädigen oder Organschäden (z. Bsp. an Leber oder Niere) verursachen (Bildquelle: Bremer HACHEZ Chocolade GmbH & Co. KG).
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Update vom 04.12.2018: Über "lebensmittelwarnung.de" ist heute zu erfahren, dass jetzt alle Chargen (413150, 414036 und 406499) sowie alle MHDs von dem bundesweiten Rückruf der mit Schimmelpilz befallenen Fondantsterne betroffen sind.
» Weitere Informationen im PDF-Format

 


Update zur Verdeutlichung des "Freitagsproblems" der Behörden
>> Hier handelt es sich um ein "Samstagsproblem" <<


Die Bremer HACHEZ Chocolade GmbH & Co. KG macht in ihrer Pressemitteilung bezüglich Verkaufsregionen keinerlei Einschränkungen. Aufgrund dessen ist von einer bundesweiten Betroffenheit auszugehen; grds. wäre für alle Bundesländer eine deutliche Warnung zu erwarten.

Stand: So, 02.12.2018 - 18:00 Uhr:
Innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung durch Hachez meldet im amtlichen Portal "lebensmittelwarnung.de" nur Bayern eine Betroffenheit. Solche unvollständigen Angaben führen erfahrungsgemäß dazu, dass in nicht aufgelisteten Bundesländern keine und/oder in überregionalen Medien eine unvollständige Berichterstattung erfolgt. Beispielsweise schreiben mehrere Medien: "Schimmel bei Hachez-Produkt – Lebensmittel-Rückruf (...) Bremen | Wegen Schimmels ruft der Süßwaren-Hersteller Hachez in Bayern verkaufte Zuckersterne zurück." LeserInnen dieser Medien außerhalb Bayerns dürften sich somit als "nicht betroffen" ansehen.
Lesenswert: welt.de: » Zeitungsbericht vom 01.12.2018
rtl.de: » Meldung vom 01.12.2018
ostsee-zeitung.de: » Zeitungsbericht vom 01.12.2018
nwz-online.de: » Zeitungsbericht vom 02.12.2018
u. v. m.

Stand: Mo, 03.12.2018 - 18:00 Uhr:
Im Laufe des 2. Tages nach der Bekanntmachung holten die bislang säumigen 15 Bundesländer peu à peu eine Meldung ihrer Betroffenheit nach. Im Verlauf des Morgens berichteten einige Medien bereits von (bis dahin nur) sieben betroffenen Bundesländern, andere formulierten ab Nachmittag den Aufwuchs der Betroffenheit auf ganz Deutschland als "Ausweitung" des Rückrufes. Vermeidbares Chaos, würde das amtliche Meldewesen nach einem Betrieb von nunmehr sieben Jahren endlich einmal zuverlässig funktionieren.
Lesenswert: rtl.de: » Meldung vom 03.12.2018


Obwohl das vorstehend beschriebene "Freitagsproblem" einer tlw. erheblich verzögerten Feststellung von Betroffenheiten bereits mehrfach vorgetragen wurde und mit minimalstem Aufwand vollständig gelöst werden könnte, ändert sich an der behördlichen Arbeits-/Vorgehensweise praktisch nichts.


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