Achtung bei CULINEA Hähnchen-Nuggets von LIDL: Verunreinigung mit Plastikfremdkörpern nicht auszuschließen

LIDL STOLLE Rückruf CULINEA Hähnchen-Nuggets TK Der Hersteller Gebr. Stolle GmbH (Visbek/NI) ruft aktuell tiefgefrorene Hähnchen-Nuggets aus dem Feinkost-Eigenmarken-Sortiment des Discounters Lidl (Stammsitz: Neckarsulm/BW) zurück. "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in dem betroffenen Produkt rote Plastikfremdkörper enthalten sind", so das Statement in der von Lidl verfassten Pressemitteilung. Betroffen ist das Produkt "Culinea Safari-Nuggets, tiefgefroren, 400 g" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.08.2019, der Losnummer 815106001 und dem Identitätskennzeichen DE NI 10000 EG. Die Nuggets wurden bei Lidl Deutschland in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland verkauft. Aus Gründen des konsequenten Verbraucherschutzes hat Lidl Deutschland - eigenen Angaben zufolge - sofort reagiert und das betroffene Produkt aus dem Verkauf genommen. Aufgrund der möglichen Verletzungsgefahr beim Verzehr sollten Kunden den Rückruf unbedingt beachten und das Produkt keinesfalls konsumieren. Das Produkt kann in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons. Der Discounter versichert: Von dem Rückruf ist ausschließlich das beschriebene Produkt betroffen. "Andere bei Lidl Deutschland verkaufte Produkte des Herstellers Gebr. Stolle GmbH sowie tiefgefrorene Hähnchen-Nuggets anderer Hersteller sind von dem Rückruf nicht betroffen. Der Hersteller Gebr. Stolle GmbH entschuldigt sich bei allen Betroffenen für die entstandenen Unannehmlichkeiten." Anbieter informiert verbraucherfreundlich!Abhängig von Größe und Beschaffenheit können Fremdkörper aus Kunststoff neben einer Schnitt-/Stichgefahr beim Verschlucken auch Atemnot verursachen; eine Erstickungsgefahr ist somit nie ganz auszuschließen (Bildquelle: obs/LIDL/Lidl).
» www.stolle.de | » www.lidl.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

 


Update zur Verdeutlichung des "Freitagsproblems" der Behörden


Der Hersteller Gebr. Stolle GmbH bzw. Lidl statuieren in ihrer Pressemitteilung eindeutig: "Das betroffene Produkt (...) wurde bei Lidl Deutschland in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland verkauft." Somit wären auf dem amtlichen Portal "lebensmittelwarnung.de" die verbleibenden 12 Bundesländer als betroffen einzutragen.

Stand: Sa, 08.09.2018 - 19:00 Uhr:
Innerhalb der ersten 24 Stunden nach der öffentlichen Verkündung durch den Hersteller bzw. das Handelsunternehmen melden nur die 8 Bundesländer Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein sowie Thüringen ihre Betroffenheit. Es fehlen somit: Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Solche unvollständigen Angaben führen erfahrungsgemäß dazu, dass in nicht aufgelisteten Bundesländern keine und/oder in überregionalen Medien eine unvollständige Berichterstattung erfolgt.

Stand: So, 09.09.2018 - 19:00 Uhr:
48 Stunden später keine Änderung zum Vortag > trotz potenzieller Verletzungs- und ggf. Erstickungsgefahr.

Stand: Mo, 10.09.2018 - 19:00 Uhr:
Am 3. Tag nach Bekanntmachung der Rückrufaktion zieht frühmorgens nach "Dienstbeginn" das Land Nordrhein-Westfalen nach, dicht gefolgt von Sachsen und Berlin - im Laufe des Tages folgt dann auch noch Brandenburg. Wieder einmal mehr zeigt sich, dass Verbraucherschutz in Deutschland zum Wochenende hin nur noch sehr eingeschränkt funktioniert. Dabei wären doch "nur" eine Unternehmensmeldung zu lesen und darin möglicherweise enthaltene Angaben zu Verkaufsregionen in amtliche Meldungen zu übernehmen.

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