NICHT VERZEHRFÄHIG! Gefahr durch Listerien in diversen Hähnchensnacks zahlreicher Handelsunternehmen

Eine Produktabbildung ist nicht verfügbar Die Zur Mühlen Markenvertriebs GmbH & Co KG (Bremen/HB) ruft "aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes" bestimmte Hähnchenbrustfiletstücke, Hähnchensnacks, Hähnchensteaks,  Hähnchenbruststücke mit verschiedenen Soßen sowie Chicken Wings zurück. Genannter Grund für den bundesweiten Rückruf: "Im Rahmen der Qualitätskontrollen wurde festgestellt, dass es bei diesen Produkten sehr vereinzelt zu einer mikrobiologischen Verunreinigung mit » Listeriengekommen sein kann." Die nachstehend bezeichnete Ware wurde in den genannten Handelshäusern verkauft - es sind ausschließlich die aufgeführten Produkte mit den dahinter angegebenen Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen:

  • Redlefsen – Hähnchensnack (klassik, pikant)
    150 g > MHD: 28.12.2017 bis 16.01.2018
    verkauft bei: Rewe Dortmund
  • Gutfried – Mini Hähnchensteak
    160 g > MHD: 30.12.2017 bis 18.01.2018

    verkauft bei: Edeka, Globus, Hit, Real, Metro C&C
  • Gutfried – Chicken Wings
    160 g > MHD: 30.12.2017 bis 18.01.2018
    verkauft bei: Edeka, Globus, Hit, Real, Metro C&C
  • Böklunder – Hähnchenbrustfiletstücke (klassik, pikant, Kräuter)
    150 g > MHD: 28.12.2017 bis 15.01.2018

    verkauft in: Teilen des Aldi Süd-Gebietes
  • Güldenhof – Hähnchenbrustfiletstücke (klassik, pikant, Kräuter)
    150 g > MHD: 28.12.2017 bis 15.01.2018

    verkauft in: Teilen des Aldi Nord Gebietes
  • Snack Time – Hähnchenbrustfiletstücke mit verschiedenen Soßen
    145 g > MHD: 28.12.2017 bis 15.01.2018
    verkauft in: Teilen des Aldi Nord Gebietes

  • penny to go – Hähnchensnack (klassik, pikant, Kräuter)
    150 g > MHD: 28.12.2017 bis 16.01.2018
    verkauft bei: Penny

VerbraucherInnen, die entsprechende Produkte gekauft haben, werden gebeten, diese nicht zu verzehren. Sie können am Ort des Kaufs - auch ohne Kassenbeleg - gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden. Für Rückfragen ist eine kostenfreie Hotline eingerichtet, die unter folgender Rufnummer erreichbar ist: 08 00/9 96 62 21 (Mo-Sa: 8–20 Uhr). Das Unternehmen: "Die mit diesem Rückruf eingetretenen Unannehmlichkeiten bedauern wir außerordentlich." Bei Schwangeren, Neugeborenen, älteren Menschen oder Personen mit einem geschwächten Immunsystem kann die Krankheit » Listeriose einen schweren Verlauf nehmen und zu Blutvergiftungen, Anbieter informiert verbraucherfreundlich!Gehirn- oder Gehirnhautentzündung führen sowie sogar tödlich sein; zudem kann sie bei Schwangeren Früh- oder Fehlgeburten zur Folge haben.
» www.zurmuehlengruppe.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

 

Beispielhafter Aushang einer Verbraucherinformation
in der ALDI Nord-Filiale, Robert-Bosch-Straße 21, 48153 Münster

ALDI NORD Beispielhafter Aushang einer VerbraucherinformationDer Aushang hängt im Eingangsbereich

 

Hintergrund: Eine durch produktrueckrufe.de durchgeführte (nicht repräsentative) Erhebung hat ergeben, dass nur jedes fünfte Handelsunternehmen bei einer Rückrufaktion entsprechende Verbraucherinformationen aushängt und/oder so platziert, dass sie auch wahrgenommen werden können.

 


Update zur Verdeutlichung des » "Freitagsproblems"


Aufgrund der in der Pressemitteilung des Herstellers genannten Verkaufsstellen ist - nicht zuletzt aufgrund der benannten Aldi-Gebiete Nord/Süd - von einer bundesweiten Betroffenheit auszugehen..

Stand: Sa, 30.12.2017 - 16:00 Uhr:
Mehr als 24 Stunden später werden auf "lebensmittelwarnung.de" nur 9 Bundesländer (Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein) als betroffen gemeldet. Das Trauerspiel zu verspäteten amtlichen Meldungen setzt sich somit unverändert fort.
» Amtliche Meldung im PDF-Format

Stand: So, 31.12.2017 - 16:00 Uhr:
Mehr als 48 Stunden später gibt es - trotz der Gefahr einer u. U. lebensgefährlich verlaufenden Listeriose - keine Veränderung zum Vortag. Es fehlen (nach wie vor) Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
» Amtliche Meldung im PDF-Format

Stand: Mo, 01.01.2018 - 16:00 Uhr:
Auch mehr als 72 Stunden nach der Warnung des Herstellers gibt es kein weiteres Bundesland, welches vor der möglichen Gesundheits- und ggf. Lebensgefahr warnt.
» Amtliche Meldung im PDF-Format

Stand: Di, 02.01.2018 - 16:00 Uhr:
Am 4. Tag nach der Herstellerwarnung warnen nun endlich auch Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nur in Berlin ist man noch nicht so weit.
» Amtliche Meldung im PDF-Format

Stand: Mi, 03.01.2018 - 16:00 Uhr:
5 Tage nach der Warnung des Herstellers warnt nun auch das bislang noch ausstehende Bundesland Berlin. Wieder einmal ein Negativrekord, wobei doch insbesondere die für den gesundheitlichen Verbraucherschutz verantwortlichen Behörden aus vergangenen "Listerien-Fällen" gelernt haben sollten.
» Amtliche Meldung im PDF-Format
Lesenswert: foodwatch.de » "Listeriose-Fälle: (...) Behördenversagen bei Informationspolitik"

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