PREMIER PRODUCTS ruft zwei Tätowierfarben von INTENZE wegen eines ´erhöhten Nickelgehaltes´ zurück

PREMIER PRODUCTS Rückruf INTENZE Tätowierfarbe Ein Online-Anbieter für Tätowierprodukte, in diesem Fall die Premier Products GmbH (Dänischenhagen/SH), informiert TätowiererInnen (über "lebensmittelwarnung.de" erstmals öffentlich nachvollziehbar), dass bei einer Stichprobe des Gesundheitsamtes "eine Unstimmigkeit der Zusammensetzung" zweier Tätowierfarben festgestellt wurde. Die Behörden konkret: "Erhöhter Nickelgehalt". Betroffen sind zwei Farben des US-Herstellers Intenze: "Dark Brown" (LOT SS261 / MHD 09.2022) sowie "Terra Di Siena" (LOT SS227 / MHD 01.2021), die in Fläschchen mit dem Inhalt Net 1 fl oz (29.6 ml) abgefüllt sind. Auch wenn (zumindest derzeit) zu jeder Farbe nur 10 Bundesländer "gewarnt" werden, wird aufgrund der Vertriebswege von einer bundesweiten Betroffenheit auszugehen sein. "Die o. g. Farben dürfen nicht weiter benutzt werden", fordert Premier Products eindringlich. VerwenderInnen dieser Farben werden gebeten, unter der Rufnummer 0 43 49/91 30 00 oder per E-Mail an service(at)premier-products.de den Firmensupport zu kontaktieren, die im Bestand befindliche Menge an Flaschen mitzuteilen und diese umgehend zurückzuschicken; eine "Schadensregulierung" soll per Warenersatz oder Gutschrift erfolgen. Vom Umgang mit Kunden, bei denen diese Produkte Anwendung fanden, wird nichts beschrieben. Das Schwermetall Nickel kann Hautreizungen verursachen und eine Sensibilisierung oder allergische Reaktionen auslösen (Bildquelle: Premier Products GmbH).
» www.intenzetattooink.com | » www.premier-products.de
zu "Dark Brown": » Weitere Informationen im PDF-Format
zu "Terra Di Siena": » Weitere Informationen im PDF-Format

Äußerst bedenklich: Die Farbe "Dark Brown" (LOT SS251 / MHD 02.2022) des genannten Herstellers wurde bereits, da "ernsthaft gefährlich", in die "RAPEX"-Wochenmeldung » 13/2018 vom 30.03.2018  aufgenommen; folgende Schadstoffe wurden gemessen: Nickel (130 mg/kg), Arsen (6,9 mg/kg) und Blei (20,5 mg/kg). Auch die Farbe "Terra Di Siena" (LOT SS199 / MHD 30.11.2019) fand bereits im "RAPEX"-Wochenbericht » 10/2018 vom 09.03.2018" Erwähnung; hier wurden folgende Werte nachgewiesen: Nickel (86 mg/kg) und Blei (11 mg/kg). Rücknahmen vom Markt wurden zwar in beiden Fällen in Aussicht gestellt bzw. angewiesen, dieser Fall zeigt aber, dass sich trotz dieser Auflagen an der Zusammensetzung von Tätowierfarben nicht unbedingt etwas ändert. Außerdem handeln produktverantwortliche Wirtschaftsakteure (Hersteller / Importeure / Händler) bezüglich "Rücknahmen" (aus dem Handel) und "Rückrufen" (von Endverbrauchern) nicht immer so, wie es gefordert wird - vereinfacht dadurch, dass es in Deutschland eine umfassende amtliche Überwachung der Effektivität von Rücknahme-/Rückrufaktionen in der Regel nicht gibt.

Lesenswert: coe.int » "Resolution ResAP(2008)1" (nur in Englisch)
bfr.de » "BfR2GO, Ausgabe 1/2018, Schwerpunkt Tätowiermittel" (PDF, 3,4 MB)

 


Chemisch / mikrobiologisch belastete Tattoofarben ud Permanenet Make-Ups seit 2005


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Allergieähnliche Nebenwirkungen möglich! DM ruft DAS GESUNDE PLUS Kollagen-Trinkampullen zurück

DM DROGERIE MARKT Rückruf DAS GESUNDE PLUS Kollagen Trinkampullen Die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG ruft "aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes" ein Kollagen-Produkt aus dem Eigenmarkensortiment zurück. Grund für den Rückruf: "Es ist nicht auszuschließen, dass es nach dem Verzehr vorübergehend zu leichten allergieähnlichen Reaktionen wie zum Beispiel Hitzegefühl oder Hautrötungen kommen kann." Betroffen ist der Artikel "DAS gesunde PLUS Beauty Kollagen" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 06.2020 und der L-Nr.: L39/1148 (Das Mindesthaltbarkeitsdatum und die L-Nummer sind leicht auf dem Boden der Verpackung zu erkennen). Die Ware ist offensichtlich bundesweit in allen Filialen des dm-Drogeriemarktes erhältlich gewesen. KundInnen werden dringend gebeten, das Produkt mit oben genannten MHD und L-Nummer nicht zu konsumieren und - ungeöffnet oder auch bereits angebrochen - in einen beliebigen dm-Markt zurückzubringen. "Der Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet", so das Unternehmen (Anm.: Erfahrungsgemäß auch ohne Vorlage des Kassenbons). Weitere Informationen sind beim dm-ServiceCenter unter der kostenfreien Telefonnummer 08 00 / 3 65 86 33 (Mo-Sa: 8-20 Uhr) oder per E-Mail an servicecenter(at)dm.de zu erhalten. Anbieter informiert verbraucherfreundlich!Der Drogist in seiner Kundeninformation: "Die Qualität und Sicherheit unserer Produkte hat für uns höchste Priorität. Wir bedauern den Vorfall und entschuldigen uns bei allen Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten" (Bildquelle: dm-drogerie markt GmbH + Co. KG).
» www.dm.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

 

Beispielhafter Aushang einer Verbraucherinformation
in der dm-Filiale, Friedrich-Ebert-Straße 145-147, 48153 Münster

DM DROGERIE-MARKT Beispielhafter Aushang einer VerbraucherinformationDer Aushang hängt in Augenhöhe an jeder Kasse,
unmittelbar vor dem Kundenmagazin

 

Hintergrund: Eine durch produktrueckrufe.de durchgeführte (nicht repräsentative) Erhebung hat ergeben, dass nur jedes fünfte Handelsunternehmen bei einer Rückrufaktion entsprechende Verbraucherinformationen aushängt und/oder so platziert, dass sie auch wahrgenommen werden können.

 


Updates zur Verdeutlichung des "Freitagsproblems" der Behörden


Die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG macht in ihrer Pressemitteilung bezüglich Verkaufsregionen keinerlei Einschränkungen. Aufgrund dessen ist von einer bundesweiten Betroffenheit auszugehen.

Stand: Sa, 24.11.2018 - 20:00 Uhr:
Innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung durch dm melden im amtlichen Portal "lebensmittelwarnung.de" nur die drei Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg eine Betroffenheit ihrer Verantwortungsbereiche. Solche unvollständigen Angaben führen erfahrungsgemäß dazu, dass in nicht aufgelisteten Bundesländern keine und/oder in überregionalen Medien eine unvollständige Berichterstattung erfolgt.

Stand: So, 25.11.2018 - 20:00 Uhr:
48 Stunden später: Keine Veränderung zum Vortag.

Stand: Mo, 26.11.2018 - 20:00 Uhr:
Tag 3 nach öffentlicher Information durch dm: Im Laufe des Tages haben 12 weitere Bundesländer ihre Betroffenheit erkannt und diese auf "lebensmittelwarnung.de" bestätigt. Nur das Bundesland Berlin steht noch aus, obwohl dort zahlreiche dm-Filialen ansässig sind.

Stand: Di, 27.11.2018 - 20:00 Uhr:
Tag 4: Verspätet verkündet nun auch das Bundesland Berlin seine Betroffenheit auf dem Vorzeige-"Portal der Bundesländer und des BVL" namens "lebensmittelwarnung.de".

Zusätzliche Informationen