Allergieähnliche Nebenwirkungen möglich! DM ruft DAS GESUNDE PLUS Kollagen-Trinkampullen zurück

DM DROGERIE MARKT Rückruf DAS GESUNDE PLUS Kollagen Trinkampullen Die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG ruft "aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes" ein Kollagen-Produkt aus dem Eigenmarkensortiment zurück. Grund für den Rückruf: "Es ist nicht auszuschließen, dass es nach dem Verzehr vorübergehend zu leichten allergieähnlichen Reaktionen wie zum Beispiel Hitzegefühl oder Hautrötungen kommen kann." Betroffen ist der Artikel "DAS gesunde PLUS Beauty Kollagen" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 06.2020 und der L-Nr.: L39/1148 (Das Mindesthaltbarkeitsdatum und die L-Nummer sind leicht auf dem Boden der Verpackung zu erkennen). Die Ware ist offensichtlich bundesweit in allen Filialen des dm-Drogeriemarktes erhältlich gewesen. KundInnen werden dringend gebeten, das Produkt mit oben genannten MHD und L-Nummer nicht zu konsumieren und - ungeöffnet oder auch bereits angebrochen - in einen beliebigen dm-Markt zurückzubringen. "Der Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet", so das Unternehmen (Anm.: Erfahrungsgemäß auch ohne Vorlage des Kassenbons). Weitere Informationen sind beim dm-ServiceCenter unter der kostenfreien Telefonnummer 08 00 / 3 65 86 33 (Mo-Sa: 8-20 Uhr) oder per E-Mail an servicecenter(at)dm.de zu erhalten. Anbieter informiert verbraucherfreundlich!Der Drogist in seiner Kundeninformation: "Die Qualität und Sicherheit unserer Produkte hat für uns höchste Priorität. Wir bedauern den Vorfall und entschuldigen uns bei allen Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten" (Bildquelle: dm-drogerie markt GmbH + Co. KG).
» www.dm.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

 

Beispielhafter Aushang einer Verbraucherinformation
in der dm-Filiale, Friedrich-Ebert-Straße 145-147, 48153 Münster

DM DROGERIE-MARKT Beispielhafter Aushang einer VerbraucherinformationDer Aushang hängt in Augenhöhe an jeder Kasse,
unmittelbar vor dem Kundenmagazin

 

Hintergrund: Eine durch produktrueckrufe.de durchgeführte (nicht repräsentative) Erhebung hat ergeben, dass nur jedes fünfte Handelsunternehmen bei einer Rückrufaktion entsprechende Verbraucherinformationen aushängt und/oder so platziert, dass sie auch wahrgenommen werden können.

 


Updates zur Verdeutlichung des "Freitagsproblems" der Behörden


Die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG macht in ihrer Pressemitteilung bezüglich Verkaufsregionen keinerlei Einschränkungen. Aufgrund dessen ist von einer bundesweiten Betroffenheit auszugehen.

Stand: Sa, 24.11.2018 - 20:00 Uhr:
Innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung durch dm melden im amtlichen Portal "lebensmittelwarnung.de" nur die drei Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg eine Betroffenheit ihrer Verantwortungsbereiche. Solche unvollständigen Angaben führen erfahrungsgemäß dazu, dass in nicht aufgelisteten Bundesländern keine und/oder in überregionalen Medien eine unvollständige Berichterstattung erfolgt.

Stand: So, 25.11.2018 - 20:00 Uhr:
48 Stunden später: Keine Veränderung zum Vortag.

Stand: Mo, 26.11.2018 - 20:00 Uhr:
Tag 3 nach öffentlicher Information durch dm: Im Laufe des Tages haben 12 weitere Bundesländer ihre Betroffenheit erkannt und diese auf "lebensmittelwarnung.de" bestätigt. Nur das Bundesland Berlin steht noch aus, obwohl dort zahlreiche dm-Filialen ansässig sind.

Stand: Di, 27.11.2018 - 20:00 Uhr:
Tag 4: Verspätet verkündet nun auch das Bundesland Berlin seine Betroffenheit auf dem Vorzeige-"Portal der Bundesländer und des BVL" namens "lebensmittelwarnung.de".

GEFAHR durch nachgewiesenen Krankenhauskeim: Bundesweiter Rückruf von ELINA MED Mundspülung

LGL Bayern"Suchet, so werdet ihr finden." Obwohl dieser Bibelspruch eher keine Leitlinie für den amtlichen Verbraucherschutz sein sollte, so finden VerbraucherInnen aller Bundesländer (zumindest derzeit) nur auf der Internetseite des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit "LGL Bayern" (Erlangen/BY) die amtliche Version eines Rückrufs der Firma Jean Products-WERM GmbH (Karsbach/BY), wonach bundesweit eine Mundspülung zurückgerufen wird. Der Rückruf erfolgt aufgrund "bestehender Gesundheitsgefahr", da in der Spülung der auch als "Krankenhauskeim" bekannte Erreger » "Pseudomonas aeruginosa" nachgewiesen wurde. Betroffen ist "Anti-Plaque Mundspülung Fresh" der Marke "Elina med" in der 500 ml-Flasche (EAN: 4326470477941) aus der Charge 710001. JEAN-PRODUCTS-WERM Rückruf ELINA MED Anti-Plaque Mundspülung Fresh Angaben des Unternehmens zufolge wurde die Mundspülung an "verschiedene Großhändler, Onlinehändler und Einzelhändler" verkauft, eine weitere Präzisierung erfolgt jedoch nicht. Dass KundInnen das Produkt auf keinen Fall mehr verwenden dürfen, geht aus der Mitteilung zwar nicht explizit hervor, versteht sich aber von selbst. Ob das Produkt gegen Kaufpreiserstattung oder im Umtausch zurückgegeben werden kann / soll, wird auch nicht beschrieben, sollte aber beim Kundenservice unter der Telefonnummer 0 93 53/97 856 44 (Mo-Do.: 8-16 Uhr, Fr.: 8-13 Uhr) zu erfahren sein > im Briefkopf des "Kundenanschreibens" ist auch die E-Mail-Adresse jean-products(at)osma-werm.com benannt. Das Unternehmen beschreibt: "Es handelt sich um einen weit verbreiteten Wundinfektionskeim. Ein erhöhtes Risiko einer Infektion besteht vor allem bei Läsionen in Haut und Schleimhaut"; Wikipedia wird da aber etwas konkreter: Mit ca. 10 % aller Krankenhausinfektionen gehört P. aeruginosa zu den in Deutschland am häufigsten auftretenden Krankenhauskeimen mit "Mehrfachresistenzen gegenüber Antibiotika". Das Spektrum an Krankheiten, welche durch diese Bakterien verursacht werden, ist umfangreich. Sie können Harnwegsinfekte, Lungen-, Darm-, Hirnhaut-, Außenohrentzündungen oder Infektionen auf Brandwunden verursachen (Bildquelle: LGL Bayern / OSMA-Werm GmbH).
» www.osma-werm.com | » Weitere Informationen im PDF-Format

Lesenswert: lgl.bayern.de » Rückrufe, von denen man oft nur wenig erfährt

Erklärung: Von den bspw. durch das Bundesland Bayern veröffentlichten "Warnungen und Informationen der Öffentlichkeit zu Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Futtermitteln" erfahren VerbraucherInnen - trotz einer grds. immer bundesweiten Relevanz - in der Regel nur sehr wenig: Für genannte Kategorien gibt es in Deutschland keine zentrale amtliche Informationsquelle, die wenigsten Bundesländer bieten eine solche und zugleich "brauchbare" Übersicht an.
Lesenswert: gesetze-im-internet.de » LFGB, § 2 - Begriffsbestimmungen > s. Abschnitt (4), (5) und (6)

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