Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) warnt vor möglichen Laufflächenablösungen an SEMPERIT Transporter-/Van-Reifen

KBA Warnung SEMPERIT Transporter-/Van-Reifen "Da der Verbleib einiger Reifen bisher nicht geklärt werden konnte", warnt das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nun mit Pressemitteilung 23/2018 öffentlich vor unsicheren Transporter-/Van-Reifen des Typs Semperit, einer Marke von Continental (Hannover/NI). Die Reifen wurden "aus nicht spezifikationsgerechtem Material gefertigt. Die dadurch veränderten Eigenschaften können zu einem Ablösen der Lauffläche und damit zu einer Beeinträchtigung des Fahr- und Bremsverhaltens führen. Die sich lösenden Teile sind bis zu 10x20 Zentimeter groß und können den nachfolgenden Verkehr gefährden." Betroffen sind Transporter-/Van-Reifen des Typs Semperit Van-Grip 2 in der Ausführung 215/65R16 C 109/107R, die in der 14. und 15. Kalenderwoche 2017 produziert wurden. SEMPERIT CONTINENTAL Transporter-/Van-ReifenDie möglicherweise betroffenen Reifen sind an der oben genannten Bezeichnung sowie der Produktions- und Alterskodierung DOT 6GOL JC8F 1417 und DOT 6GOL JC8F 1517 zu identifizieren.  Die Bundesbehörde fordert von allen Nutzern: "Sofern Sie an Ihrem Fahrzeug Reifen der genannten Ausführung montiert haben, wenden Sie sich bitte umgehend an die Werkstatt beziehungsweise an den Handelspartner, bei dem Sie die Reifen erworben haben oder an einen beliebigen Fachhandelspartner der Reifenmarke Semperit." Bereits im November 2017 erging in dieser Angelegenheit eine auflagenbehaftete europäische "Schnellwarnung" » (47. RAPEX-Wochenmeldung vom 24.11.2017 - Nr. A12/1626/17), wonach die in Rumänien hergestellten Reifen durch den Hersteller von Endverbrauchern zurückzurufen waren (Bildquelle: Pressemitteilung des Kraftfahrt-Bundesamtes / Continental Reifen Deutschland GmbH).
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Eine Suche in RAPEX ergibt, das unsichere Autoreifen nicht selten ein Grund für Rückrufaktionen sind. Unternehmen, die dafür verantwortlich sind, neigen jedoch erkennbar dazu, solche Informationen nur sehr begrenzt an die Öffentlichkeit zu bringen. So werden zwar Fachzeitschriften informiert und Details auf den Internetseiten bereitgehalten, doch Otto Normalverbraucher finden diese Informationen in der Regel nicht. Gut, dass das Kraftfahrt-Bundesamt (hierzulande offensichtlich als einzige Behörde) das Ergebnis bzw. die Effizienz von Rückrufaktionen überwacht und bei erkennbaren Defiziten "nachhakt".

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