Produktrückruf bei TAKKO FASHION: Azofarbstoffe in Damenshorts

TAKKO-FASHION Rückruf Damenshorts 'Flame'Der Modeanbieter Takko Fashion aus dem münsterländischen Telgte ruft freiwillig und vorsorglich ein Damenshorts-Modell zurück: Im Tascheninnenfutter wurde eine zu hohe Konzentration von » Azofarbstoffen festgestellt. Betroffen ist das Modell in "Dark Yellow" aus der Kollektion "Flame" mit der Auftragsnummer 50485 01 (zu finden auf dem Wasch-Hinweis). Kundinnen werden gebeten, die Damenshorts in eine Takko Fashion-Filiale zurückzubringen, wo der Kaufpreis von 15,99 Euro (reduziert 9,99 Euro) erstattet wird. Auch bietet das Unternehmen betroffenen Kunden bei Fragen die direkte Kontaktaufnahme mit der Zentrale an: Takko Holding GmbH, Alfred-Krupp-Straße 21, 48291 Telgte, Telefon 0 25 04/92 30. Takko erklärt: "Im Sinne seiner Kunden legt Takko Fashion sehr viel Wert auf die einwandfreie Materialbeschaffenheit seines Sortiments. Zur Sicherstellung der Einhaltung von Qualitätsstandards finden umfangreiche interne als auch externe Qualitätskontrollen statt. Die Qualitätssicherung prüft vor und auch während der einzelnen Produktionsschritte auf Verarbeitung und Eigenschaften. Außerdem wird die Einhaltung der gesetzlich festgelegten Schadstoffwerte kontinuierlich durch unabhängige, akkreditierte Institute überwacht.Anbieter informiert verbraucherfreundlich! Dennoch ist es in Einzelfällen nicht auszuschließen, dass es zu Abweichungen von den gewünschten Qualitätsstandards kommt. Aus diesem Grund und im Interesse der Kunden hat sich Takko Fashion entschlossen, die Damenshorts (...) zurückzurufen." Wenn das dann auch noch so wie in diesem Fall geschieht, dass Verbraucher eine reelle Chance haben, von dem Rückruf zu erfahren, ist das aus unserer Sicht vorbildlich (Bildquelle: Takko Holding GmbH).
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Update vom 08.10.2012: Nach aktueller Mitteilung des Unternehmens ist auch das Modell "Orange" betroffen.

RAPEX: EU-Kommission warnt vor krebserregenden Damenstiefeln

Rapid Exchange of Information System (RAPEX)Das "Rapid Exchange of Information System (RAPEX)" ist - mit Ausnahme von Lebensmitteln, Pharma- und Medizinprodukten - das Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission für gefährliche Verbraucherprodukte. In der aktuellen » 18. Wochenmeldung (04.05.2012 - lfd.-Nr. 24-0672/12) ist für Deutschland nachzulesen, dass in der Produktkategorie "Bekleidung, Textilien und Modeartikel" Damenstiefel unbekannter Marke mit dem EAN-Code 4250233101081 beanstandet worden sind: Durch den Gehalt an 8 mg/kg » Benzol im Schaft und 14 – 27 mg/kg Benzol in der Sohle stellen sie ein "chemisches Risiko" dar. Beschrieben wird der Artikel wie folgt: "Kurze Gummistiefel für Damen. Textile Innenseite, Schottendesign, lila oder schwarz, Grössen 37 - 41. Herkunftsland: China." RAPEX Rückruf DamenstiefelDie Europäische Kommission stellt fest: "Das Produkt entspricht nicht der nationalen Gesetzgebung" und kündigt an: "Freiwilliger Rückruf durch den Lieferanten". So weit, so gut. Obwohl Benzol in der einschlägigen Fachliteratur als blutschädigend, "besonders krebserregend", fruchtschädigend und erbgutverändernd beschrieben wird, war und ist von einer umfassenden Rückrufaktion in Deutschland nicht wirklich etwas zu erkennen. Fakt ist jedoch, dass genau diese Stiefel unter der Bezeichnung "Damen Kurzschaft-Gummistiefel in trendigem Karodesign, Größen 37 - 41" für einen Paarpreis von 10,99 € in dem Prospekt "Angebote ab Donnerstag" der Netto Supermarkt GmbH (Stavenhagen) angeboten worden sind (gültig vom 01.03.2012 bis 03.03.2012). Einer Verbrauchermitteilung zufolge soll es Anfang April eine "Wichtige Kundenmitteilung" gegeben haben, die jedoch ausschließlich durch "Aushänge" bekannt gemacht worden sei. Pech für diejenigen, die diese Aushänge "übersehen"? In Deutschland gibt es keinerlei verbindliche Vorgaben zur Veröffentlichung von Produktgefahren (Bildquelle: rapex.eu).
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