Erneut Biozid-belastete Schuhe von HOTLINE FASHION: Rückruf

HOTLINE FASHION Rückruf DamenschuheEine "Wichtige Verbraucherinformation" der Firma Hotline Fashion (Löhne) veröffentlicht das nordrhein-westfälische Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (» LANUV NRW / Recklinghausen). Danach werden folgende Damenschuhe zurückgerufen: Damen-Sabots (Artikel 45720 599) mit Decksohlenaufdruck „Jolyne“ - in Deutschland 2010 über Filialen der Firma Kaufland Warenhandel GmbH & Co. KG in den Verkehr gebracht sowie Damen-Sandaletten (Artikel 37162 385) mit Decksohlenaufdruck „Jolyne“ - in 2009 und 2010 in Deutschland über die Filialen der Firmen Kaufland Warenhandel GmbH & Co. KG, EDEKA Filialen Bischberg und Höchstadt sowie die Dollhouse Damenschuhe GmbH in den Verkehr gebracht. Genannte Artikel können mit dem Biozid » Dimethylfumarat belastet sein. Kundinnen, die einen oder beide Artikel besitzen, werden gebeten, diese(n) gegen Erstattung des Kaufpreises an die Filiale, in der das Produkt gekauft wurde, zurückzugeben. In letzter Zeit häufen sich Rückrufaktionen für Schuhe, die mit diesem Biozid behandelt worden sind - Bio-Pantoletten von KiK, Kinder-Fußballschuhe von Deichmann, Wander-, Walking- und Turnschuhe von Brütting (RAPEX 23/2010). DMF darf in der Europäischen Union seit 1998 nicht mehr verwendet werden; seit Mitte des letzten Jahres müssen auch Importprodukte frei davon sein: Hautreizungen und allergische Reaktionen hatten sich gehäuft. Auf der Internetseite des Unternehmens ist kein Hinweis zu finden.
» www.lanuv.nrw.de | » Direktlink zu weiteren Informationen im PDF-Format

LEMMI FASHION ruft Funktionsjacken zurück: Erstickungsgefahr

LEMMI FASHION Rückruf FunktionsjackenEin erster Hinweis im Verbraucherinformationssystem » "VIS" des bayerischen Justiz- und Verbraucherschutzministeriums und eine folgende Warnung in RAPEX (Schnellwarnsystem der Europäischen Union für "Non-Food") führen zu einer Rückrufaktion der Lemmi-Fashion GmbH & Co. KG aus Fritzlar. Drei Kinder-Funktionsjacken für Jungen mit den Nummern 5720170205, 6620230940 und 5701100218 verfügen über ein elastisches Zugband an der Kapuze, welches eine mögliche Verletzungsgefahr (RAPEX schreibt: Erstickungsgefahr) darstellt. Kunden, die eine der genannten Jacken in den Größen 116 bis 134 erworben haben, werden um Rücksendung an Lemmi gebeten. Der Kaufpreis sowie entstandene Portokosten werden erstattet, Fragen werden unter der Rufnummer 0 56 22/98 81 34 beantwortet. Hersteller und Händler von Kinderkleidung hatten sich im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung bereits 2001/2002 darauf geeinigt, auf Kordeln an der Garderobe bis Kleidergröße 146 zu verzichten. Seit März 2005 gilt die Norm DIN EN 14682 "Sicherheit von Kinderbekleidung - Kordeln und Zugbänder an Kinderbekleidung", die noch deutlich strenger als die Selbstverpflichtung ist. Danach ist der Vertrieb von Produkten verboten, die aufgrund ihrer Gestaltung mit Kordeln bzw. Zugbändern in den Anwendungsbereich dieser Norm fallen und eine Gefährdung bedeuten können. Neben der allgemeinen Frage, warum solche gefährlichen Produkte noch in den deutschen "Fachhandel" gelangen, fragten wir nach den Veröffentlichungswegen einer entsprechenden Pressemitteilung. Erfolglos! Trotz erwiesener Gefährlichkeit von Kordeln und Zugbändern an Kinderbekleidung ist (zumindest online) so gut wie nichts zu dieser Aktion zu finden.
» www.lemmi-fashion.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: Institut Fresenius: » Gefahren durch Kordeln und Zugbänder an Kinderbekleidung

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