Erneute Rückrufaktion bei NKD: Damen-Uhren setzen Nickel frei

NKD Rückruf Damen-Uhren "Suchet, so werdet ihr finden (Matthäus 7,7)". Ein Bibel-Zitat, welches immer wieder auf die Auffindbarkeit von Rückrufaktionen anwendbar ist, jedoch beileibe nicht dem Verbraucherschutz dient. Dennoch (zumindest online und derzeit) so gut wie ausschließlich auf der Internetseite der NKD Vertriebs GmbH aus Bindlach (Bayreuth/BY) erfahren Verbraucher über eine Rückrufaktion von NKD´s Damen-Uhren. "Leider kann es trotz intensiver Qualitätskontrollen vorkommen, dass Artikel nicht unseren hohen Qualitätsstandards entsprechen. Dies mussten wir bei nachfolgend beschriebenen Damen-Uhren, die vom 04.10.2010 bis 08.02.2011 verkauft wurden, feststellen:" Damen-Uhren in blau (Art.-Nr. 1581992) und petrol (Art.-Nr. 1581991) beinhalten chemische Risiken durch die Freisetzung von Nickel (Bildquelle: nkd.com). Das Unternehmen bittet betroffene Kunden, die bei NKD gekauften Damen-Uhren umgehend in einer der Filialen zurückzugeben: "Selbstverständlich" gegen Rückerstattung des Kaufpreises von 6,99 €. Verbraucher mit einem NKD-Frühstücks-Set aus August 2010 sollten wegen einer "mangelhaften Ausstattung" der Kaffeemaschine noch » hier schauen.
» www.nkd.com | » Weitere Informationen im PDF-Format

Verwirrspiel um Rückruf von DOCKERS Freizeitsandalen

"Dumm gelaufen": So betitelt das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST in seiner Juli-Ausgabe einen Artikel über Freizeitsandalen. Zehn Damen- und sechs Herrenmodelle wurden sowohl labortechnisch als auch im Praxistest auf Herz und Nieren geprüft. In der Summe musste das Magazin zum Entsetzen der Leser feststellen, dass alle Schuhe im Test voller Schadstoffe steckten. Ein Markenprodukt verstieß sogar gegen gesetzliche Mindestanforderungen. Hierzu schrieb ÖKOTEST: "Die Schlechtesten unter den Schlechten sind die nicht verkehrsfähigen Herrensandalen von Dockers by Gerli. Darin wurde » p-Aminoazobenzol deutlich oberhalb der gesetzlichen Toleranzgrenze nachgewiesen. Dieser Farbstoffbestandteil gilt als krebserregend und ist daher zum Färben von Textilien verboten. DOCKERS BY GERLI Rückruf SandalenZudem steckt in den Dockers noch ein beträchtliches Sammelsurium an weiteren Schadstoffen." Unter "So reagierten die Hersteller" ist zu lesen: "Der Anbieter Dockers by Gerli kündigte an, die Sandale bei seinen Kunden zurückzurufen." So konnten "Beobachter der Szene" davon ausgehen, dass es zu einer Rückrufaktion von Endverbrauchern kommt und griffen diese Nachricht auf; auch beispielsweise das ZDF-Magazin WISO informierte in der Sendung vom 05. Juli 2010. Jetzt kam bei einer weiteren Recherche heraus: Diese nicht verkehrsfähigen Sandalen wurden zwar von Kunden des Handels zurückgeholt, Endverbraucher scheinen an dieser Aktion jedoch nicht beteiligt zu sein (... und tragen somit ihre krebserregenden und schadstoffbelasteten Freizeitsandalen bis zum bitteren Ende). Soviel zu den Themen "Produktverantwortung", "Verbraucherschutz" und gesetzlichem Regelungsbedarf in Deutschland! Auch konnten vermutlich nur WISO-Zuschauer erfahren, dass Jack Wolfskin die Modelle "Oceanside Leather" nicht mehr anbietet, sofort aus dem Handel entfernt hat und Verbrauchern eine Rückgabe gegen "Gutschrift" anbietet - aber eben nur WISO-Zuschauern! Übrigens: Der Internethandel scheint nichts von den Versprechungen der Hersteller zu wissen!
» www.oekotest.de
Lesenswert: wiso.zdf.de: » Rückrufaktion für Sandalen | Gift am Fuß

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