ÖKO-TEST: Rückrufe von Kinderarmbanduhren und -gummistiefeln

ÖKO-TEST | RICHTIG GUT LEBEN"Kinderuhren | Alles zu spät": So betitelte das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST bereits in seiner August-Ausgabe einen Artikel über Kinderarmbanduhren (Bildquellen: oekotest.de). Ergebnis: Zwei Uhren waren "mangelhaft", elf der 15 Uhren waren "ungenügend". Gründe lagen im Gehalt zinnorganischer Verbindungen sowie einer Vielzahl bedenklicher und/oder umstrittener Inhaltsstoffe; eine Armbanduhr war wegen einer 8-fachen Überschreitung des Grenzwertes an » p-Aminoazobenzol: "Nicht verkehrsfähig". Nach ersten (und unterschiedlichsten) Reaktionen betroffener Hersteller ist nun in der September-Ausgabe des Magazins zu lesen: "Jako-O-Uhr wird zurückgerufen, S.Oliver-Uhr aus dem Verkauf genommen". ÖKO-TEST Rückruf Rücknahme Kinderarmbanduhren Kindergummistiefel Mit dem Titel "Gummistiefel | Oh Sohle mio!" überschreibt das Magazin in der aktuellen Ausgabe September einen Test von Gummistiefeln für Kinder: "Fast alle untersuchten Gummistiefel sind geradezu verseucht mit Schadstoffen - für Eltern ein niederschlagendes Ergebnis bei einem Produkt, an dem sie kaum vorbeikommen." Ergebnis: 16 Testkandidaten, davon drei "mangelhaft", zwölf "ungenügend". Die meisten Produkte stammten aus chinesischer Fertigung, knapp die Hälfte wies PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe auf, einige enthielten gesetzlich reglementierte » Phthalate, fast alle enthielten (z. T. stark) erhöhte » polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie weitere bedenkliche und/oder umstrittene Inhaltsstoffe. Nach Angaben der Tester war das Stiefelpaar des Anbieters Playshoes "Nicht verkehrsfähig", für die Yigga-Gummistiefel mit Dino-Motiv des Anbieters Ernsting´s Family soll es eine Rückrufaktion gegeben haben (nach Angaben von cleankids.de per "Newsletter").
"Kinderuhren | Alles zu spät": » zum Artikel 08/2011 | » zum Rückruf 09/2011
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OHG NETTO ruft Mädchenrock zurück: Gefährliche Azofarbstoffe

LALLF MV Rückruf OHG NETTO MädchenrockDas Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern (Rostock) warnt öffentlich vor Mädchenröcken, die kürzlich durch die OHG NETTO Supermarkt GmbH & Co verkauft worden sind. Grund: "Nachweis von » Azofarbstoffen, die krebserregend wirken können." Der Meldung beigefügt ist augenscheinlich ein Aushang des Unternehmens, mit dem Kunden informiert und gebeten werden, diesen Rock umgehend in eine Filiale zurückzubringen. Der volle Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet. Der Discounter hat zahlreiche Filialen in 8 nord- und ostdeutschen Bundesländern mit - nach eigenen Angaben - mehr als 325 Filialen. Obwohl bestimmte Azofarbstoffe ein (teilweise stark) krebserregendes Potential bergen sowie (teilweise stark) giftig und (teilweise stark) organschädigend wirken, warnt derzeit offensichtlich nur das eingangs genannte behördliche Internetportal die Verbraucher seines Bundeslandes online. Da es in Deutschland keinerlei Vorgaben zur öffentlichen Bekanntmachung von Produktgefahren gibt, setzen insbesondere Discounter (teilweise nur) auf Aushänge in ihren Filialen; ab und zu gibt es auch (teilweise schwer auffindbare) Hinweise auf entsprechenden Internetseiten. So werden in der Regel - trotz teilweise erheblicher Gefahren - nur aufmerksame Stammkunden sowie regelmäßige Besucher entsprechender Internetangebote über Produktgefahren informiert.
» www.lallf.de | » www.netto.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

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