Kontaktlinsen von JOHNSON & JOHNSON zurückgerufen

JOHNSON & JOHNSON Rückruf KontaktlinsenDer amerikanische Pharmazie- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson - "Geschäftsbereich Kontaktlinse" ruft ausgewählte Kontaktlinsen zurück. Als Folge einer erhöhten Anzahl an Beschwerden von außereuropäischen Patienten, die ein "Stechen oder Schmerzen beim Aufsetzen“ der Linsen reklamierten, wurde bei Untersuchungen ein Problem im Reinigungsprozess einer bestimmten Produktionslinie ausgemacht. Betroffen sind 1-DAY ACUVUE® TruEye™ Kontaktlinsen mit einer Basiskurve (BC) von 9,0 verschiedener Dioptrien (Bereich -1,0 bis -4,0) und Packungsgrößen (10er - 30er). Zu erkennen sind betroffene Produkte an einer der folgenden Los-Nummern, die auf der Außenverpackung aufgedruckt sind: 4922370104, 4922920101, 4922920102, 4922920301, 4922920401, 4922500109, 4922510101, 4922510103, 4922510104, 4922510107, 4922870109, 4922881204, 4922820708, 4922840102, 4922810600, 4922811102 und 4922540101. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich in Deutschland um 351 Packungen, die an 174 Verkaufsstellen ausgeliefert worden sind. Trägern genannter Linsen wird empfohlen, die Los-Nummer zu prüfen und diese im Fall einer Betroffenheit nicht weiter zu verwenden. Johnson & Johnson stellt den betroffenen Kontaktlinsenträgern über ihren Kontaktlinsenanpasser kostenlosen Ersatz zur Verfügung und betont, dass Langzeitfolgen für die Gesundheit unwahrscheinlich sind.

Update vom 12.11.2010: Johnson & Johnson Vision Care gibt (nur?) auf der Internetseite eine Ausweitung der Rückrufaktion für bestimmte Kontaktlinsen der Marke 1•DAY ACUVUE® TruEye™ (Narafilcon A) bekannt: Einige Linsen weisen eventuell eine unerwartet hohe Konzentration eines verwendeten Verarbeitungshilfsstoffs auf. Die betroffenen Chargen beginnen mit 492 oder 502, wobei die ersten 6 Ziffern der Chargennummern zwischen 492237 – 492498 und zwischen 502080 – 502269 liegen. Im Gegensatz zur Erstmeldung, bei der neben der sofortigen Überlassung einer Presse-Information sowie zahlreich erkennbarer Online-Berichterstattung eine umfangreiche und vorbehaltlose Öffentlichkeitsarbeit feststellbar war, sind jetzt für die Ausweitung (zumindest online) so gut wie keine Meldungen mehr erkennbar.
» www.jnj.de | » www.acuvue.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

ACHTUNG: Artikel dieser Bezeichnung wurden zum Zeitpunkt der Meldung durch gewerbliche und/oder private Anbieter bei eBay angeboten.

CARDIAC SCIENCE ruft fehlerhafte Defibrillatoren zurück

CARDIAC SCIENCE Rückruf AED DefibrillatorenEinen » Defibrillator (oder AED = Automatisierter Externer Defibrillator) hat keiner zu Hause, könnte man meinen. Diese Schockgeber, mit denen man beispielsweise Herzrhythmusstörungen durch gezielte Stromstöße beenden kann, findet man jedoch nicht nur im "Handwerkszeug" von medizinischem Fachpersonal, sondern auch zur sprachgesteuerten Anwendung durch Laien in öffentlich zugänglichen Gebäuden sowie Privathaushalten. So ruft das amerikanische Unternehmen Cardiac Science auch öffentlich die Defibrillator-Modelle Powerheart 9300A, 9300E, 9300P, 9390A, 9390E sowie CardioVive 92532 zurück, nachdem jetzt festgestellt wurde, dass ca. 12.200 AEDs bei Wiederbelebungsversuchen evtl. nicht in der Lage zur Therapieabgabe sind. Dass dieses zu schwerwiegenden, unerwünschten Ereignissen oder zum Tod führen kann, liegt auf der Hand. Betroffene AEDs, die zwischen dem 19.10.09 und 15.01.10 hergestellt oder gewartet wurden, sollten sofort außer Betrieb genommen werden; das Unternehmen bietet einen kostenfreien Umtausch an. In Deutschland wurde durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ein entsprechender » Sicherheitshinweis zu dieser "Korrektiven Maßnahme" veröffentlicht. Ob dieser jedoch von jedem Betreiber/Besitzer eines AEDs gefunden wird? Die gemäß BfArM nur in englischer Sprache zur Verfügung stehende Kundeninformation war und ist auch in Deutsch zu finden.
» www.cardiacscience.com | » Weitere Informationen im PDF-Format

Zusätzliche Informationen