BfArM meldet Rückruf eines Adrenalin-Autoinjektors: Fehlfunktion

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)Allergiker aufgepasst! Das Bonner Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlicht per Pressemitteilung sowie auf seiner Internetseite eine lebenswichtige Information für Personen, die u. a. auf Nahrungsmittel, Arzneimittel, Insektenbisse oder -stiche allergisch reagieren und somit ständig ein Notfallmedikament bei sich haben müssen: Patienten, die im Besitz eines Adrenalin-Autoinjektors "Anapen" des "Zulassungsinhabers" Lincoln Medical Ltd. (Salisbury/UK) sind, wird geraten, diesen dringend gegen ein anderes geignetes Arzneimittel auszutauschen. Bei einigen Chargen der betroffenen Produkte besteht das mögliche Risiko, dass die Adrenalinlösung bei einem » "anaphylaktischen Notfall" nicht oder nicht in hinreichender Menge abgegeben wird und damit keine erfolgreiche Behandlung des Schockzustandes erfolgt. Betroffen sind die Arzneimittel "Anapen® 300 μg Adrenalin in 0,3 ml Injektionslösung, Fertigspritze" und "Anapen® Junior 150 μg Adrenalin in 0,3 ml Injektionslösung, Fertigspritze". Das Institut empfiehlt: "Patienten sollen betroffene Produkte trotzdem noch solange mit sich führen, bis ihr Arzt ihnen ein anderes geeignetes Arzneimittel verschrieben hat und der Apotheker ihnen dieses andere Arzneimittel ausgehändigt hat." Nach Informationen in dem "Rote-Hand-Brief" (Herstellerinformation an Fachkreise wie Ärzte und Apotheker über neu erkannte, bedeutende Arzneimittelrisiken) werden "alle noch haltbaren Chargen" des genannten Arzneimittels "bis auf Patientenebene" zurückgerufen.
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